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Letztes Update: 07. März 2010
Kicks
on 45 ! – Die besten Singles aller Zeiten!
– Teil 2
Angeregt
durch ähnliche Aktivitäten im Leserforum des deutschen Rolling Stone habe ich mich
entschlossen, hier nach und nach meine liebsten 7“45s vorzustellen. Mit
Coverabbildung (soweit möglich) und mit einer meist kurzen Erläuterung zu der
jeweiligen Single. Daraus wird eine All-time Top 100 Liste entstehen. Denn jedes Mal wenn ich hier neue Singles
einstelle, werde ich sie auch in meine Bestenliste
aufnehmen. Diese Liste wird wachsen und sich verändern. Und es werden, wenn 100
erreicht sind, auch wieder einzelne Singles rausfliegen.
Das
hier ist die zweite Seite mit meinen 7“45 Favoriten. Mehr auf dieser Seite.
Die
nächsten drei Singles sind sozusagen vor meiner Zeit erschienen. D.h. ich wurde
ihrer erst gewahr, als sie schon längst
nicht mehr aktuell waren.
The Kinks – Sunny Afternoon /
I’m Not Like Everybody Else (Pye
/ Hit-Ton, 1966)
Ich
kann mich nicht erinnern, wann ich „Sunny Afternoon“
zum ersten Mal hörte. Aber es war auch schon 1967/68 durchaus üblich, hin und
wieder ältere Songs in Sendungen wie dem
täglichen „SF-Beat“ zu spielen. Vielleicht wurde die Single auch
auf einer Schülerfete mal gespielt. Oder jemand hatte sie auf einem Tonband,
das bei Treffen im örtlichen Jugendheim den Soundtrack lieferte. Wie auch
immer. Heute ist der Song für mich eine der archetypischen britischen Beat/Pop
Nummern, für die Ray Davies wie kaum ein Zweiter verantwortlich zeichnete.
Dieses relaxte Feeling, das die Musik vermittelt, ist
für mich immer noch der Inbegriff von Abgeklärtheit und einer gewissen
Coolness. Obgleich die Lyrics ja eher einen
abgebrühten Zyniker beschreiben. Das aber habe ich – wie so oft –
erst Jahre später richtig verstanden. Auch die B-Seite der Single hörte ich
nach Jahren erst viel aufmerksamer und mit neuen Ohren. Inzwischen halte ich
sie – zumindest was die Bedeutung des Songs betrifft – für
wichtiger als die A-Seite. Die Titelzeile könnte der Leitspruch für ganze
Heerscharen pubertierender Jugendlicher, aber auch jedweder Nonkonformisten
überhaupt sein. Dementsprechend häufig wurde der Song gerade von US-Garage
Bands der Sixties aber auch später in den Eighties gecovert. Wie die
meisten Hit Singles der Kinks ist auch diese nicht
besonders selten, in Top Zustand aber sicher nicht so ganz leicht zu
finden.
The Rolling Stones –
Satisfaction / The Under-Assistant West Coast
Promotion Man (Decca, 1965)
Für viele die Hymne oder gar der
Schlachtruf der 60er Jahre schlechthin. Für manche zumindest die wichtigste
Single der Stones. Ok, über die Bedeutung dieses
Songs, oder besser dieses Tracks, dieser Single, kann man kaum streiten. Ich
hörte „Satisfaction“ wohl zum ersten Mal
auf „Great Hits, High Tide, and Green Grass“, einer Stones Hit Compilation, die ich mir zum 14. Geburtstag 1967 gewünscht
und bekommen hatte. Die LP beginnt mit diesem unglaublichen Riff, das seit
mittlerweile 40 Jahren bei den meisten männlichen Hörern sofort für
Adrenalinausstoß sorgt. Ob bei den zuhörenden Mädels ähnliche Reaktionen zu
verzeichnen sind? – Ich glaube schon. Über den Song und Track „Satisfaction“ ist so viel geschrieben worden, ich
will daher nur kurz mitteilen, was die Single für mich bedeutet. Eigentlich gar
nicht so viel. Ich meine, ich mag diese Aufnahme, dieses Gitarrenriff, Micks
Gesang, den Text und all das Drumherum. Aber die Nummer hat für mich persönlich
nicht die weltbewegende Bedeutung, die sie für viele wenige Jahre ältere
Zeitgenossen hat. Oder auch z.B. für hinter dem Eisernen Vorhang Aufgewachsene.
Dieser gesellschaftliche, politische Bezug von Popmusik hat für mich erst Jahre
später eine Rolle gespielt. Und dann waren es andere Platten, die wichtig
waren. Trotzdem ist „Satisfaction“ eine
ganz großartige Single! Jenseits aller außermusikalischen Bedeutung ist es ein
verdammt gutes Stückchen Popmusik – nahezu perfekt – das ich mir
nie überhören werde. Gekauft habe ich die Single irgendwann in den 70er Jahren
auf einem Flohmarkt. Die B-Seite habe ich erst viel viel
später schätzen gelernt.
The
Beatles – Paperback Writer / Rain (Odeon /
EMI, 1966)
Kurz
nach Erscheinen dieser Single spielten die Fab Four das letzte Mal live vor einem großen Publikum im Candlestick Park in San Francisco. Zum einen fühlten sie
sich nach eigenem Bekunden nicht mehr sicher auf der Bühne im Angesicht
tausender z.T. völlig durchgeknallter
Fans. Zum anderen klaffte die Schere zwischen den technischen Möglichkeiten im
Studio und auf der Bühne immer weiter auseinander. Vieles von dem, was die
Herren Popkünstler auf ihren Platten verwirklichten, konnten sie so gar nicht
live reproduzieren. „Paperback Writer“
ist dennoch eine ziemlich straighte, clever
arrangierte Power Pop Nummer ohne viel Fisimatenten, von wunderbaren
Harmoniegesängen und einem großartigen Rickenbaker
Riff eingeleitet. Der Song auf der Rückseite „Rain“ nimmt bereits
einiges von dem vorweg, was kurze Zeit später auf der besten LP aller Zeiten
„Revolver“ mit „She Said, She Said“ weitergeführt wird. Pauls Bass wird hier
zum Melodie führenden Instrument. Es wird heftig mit Tape Loops
und rückwärts abgespielten Tapes gearbeitet. Auch das wird dann auf
„Revolver“ bei „Tomorrow Never Knows“
perfektioniert. „Rain“ ist nach meiner Meinung die beste B-Seite
aller Zeiten. Ziemlich viele Superlative hier im Umfeld dieser Single also. Und
tatsächlich ist dies eine der drei besten Beatles 7“45s. Popmusik war und
ist geprägt von Schnelllebigkeit und kurzen Halbwertzeiten. Nur ein knappes
Jahr nach Erscheinen konnte ich diese Single bei Woolworth auf dem Grabbeltisch
für eine Mark finden. Heute zahlt man freilich für ein neuwertiges Exemplar so
um die 15 Euro.
The
Adverts – No Time To Be 21 / New Day Dawning (Bright
Records, 1978)
Aus
Gründen, die ich nicht so recht erklären kann, waren The
Adverts immer meine Lieblings-Punkband. „Gary Gilmore’s Eyes“ (das hier sicher auch noch
auftauchen wird) war eine meiner ersten Punksingles überhaupt. Dann gab es da
im deutschen Fernsehen so einen Film von einen
gewissen Wolfgang Büld. „Brennende
Langeweile“ bzw. „Punk in London“ war der betitelt, und die
Band, die darin die Hauptrolle spielte, das waren The
Adverts. Hat mich sehr beeindruckt damals. Ich will
jetzt nicht so weit gehen, zu behaupten, Punk hätte mein Leben verändert. Aber
ein bisschen was dran ist schon. In diese Zeit fiel nämlich auch die Trennung
von meiner ersten Freundin, mit der ich immerhin fast acht Jahre zusammen war.
Ich war zwar schon 24, aber „No Time To Be 21“ war trotzdem meine
Hymne für kurze Zeit. Ich versuchte alles nachzuholen, was ich in den Jahren
zuvor vermeintlich verpasst hatte. Plötzlich trug ich kurze gefärbte Haare und
rasierte meinen Vollbart ab. 20 Kilo abgenommen habe ich auch in dem Jahr. (die
sind inzwischen wieder drauf, keine Bange.) Ich durchlebte eine zweite
Pubertät, wenn man so will. Das alles TV Smith, Gaye Advert und den Songs dieser Band zuzuschreiben, wäre
übertrieben. Aber so was wie eine Initialzündung waren ihre und die Singles
ähnlicher Bands schon. Diese Kompromisslosigkeit in Text, Sound und Attitüde
imponierte mir. Diese Endzeitstimmung, die da mitschwang, entsprach meiner
Gefühlslage. Unabhängig davon bin ich auch heute noch der Meinung, dass TV
Smith ein großartiger Songschreiber ist. Ein absolut ehrenwerter und integrer
Mensch ist er sowieso.
The Only Ones – Another Girl, Another Planet / Special View (CBS Records, 1978)
Die
Band um Peter Perrett kam im Zuge von Punk und New
Wave zu bescheidenem Erfolg. Zu tun hatten die Jungs aber weder mit Punk noch
mit New Wave. Die Anfänge der Band gehen bis in die frühen 70er zurück.
Musikalische Einflüsse waren sicher Psychedelia und Acid Rock auf der einen und Glam
Rock auf der anderen Seite. Im Übrigen hat Peter so einen leicht morbiden
Touch, der mitunter an Lou Reed denken lässt. Die erste Single der Band
erschien 1977 auf ihrem eigenen Label Vengeance
Records. Insofern hatten sie schon die Zeichen der Zeit erkannt und ihre
eigenen Resourcen genutzt. „Lovers Of Today“ verkaufte sich so gut, dass ein Deal mit CBS
die logische Konsequenz war. Die erste Single für das Major Label geriet
sogleich zum Meisterwerk! Aber obwohl CBS die Platte im Abstand von nur wenigen
Monaten gleich 2x veröffentlichte, kratzte sie nur kurz an der UK Top 40. Song
und Arrangement sind absolut perfekt. Allein dieses Intro
ist so gnadenlos gut, dass einem sofort ganz mulmig wird vor Begeisterung. Der
ganze Track ist so eine Art psychedelischer Power Pop. Eine fantastische
Science Fiction Love Story, die mit Sicherheit unter
Einfluss von Drogen entstand und letztlich auch einen Drogenrausch beschreibt.
Das war vermutlich dann auch die Achillesferse der Band, Peters Heroin
Abhängigkeit. Drei ganz hervorragende LPs erschienen innerhalb von drei Jahren.
Und schon war alles vorbei. Peter Perrett hat in den
90ern zwei Solo Platten veröffentlicht. Der Drummer der Only
Ones war übrigens Mike Kellie,
den man schon von The V.I.P.s
über Art bis Spooky Tooth
kennt. Dieses hier ist die erste Single vom Frühjahr 78. Die B-Seite der
zweiten VÖ, die ohne Pic Sleeve
erschien, ist „As My Wife Says“.
Wire
– Outdoor Miner / Practice Make Perfect (Harvest /
EMI, 1978)
Noch
ein unglaubliches kleines Meisterwerk. Diese vierte Wire
7“45 fristete lange Zeit ein eher unbeachtetes Dasein in meinem Singles
Regal. Natürlich hatte ich sie öfter gehört, als sie neu war. Auch auf einem
meiner vielen Mixtapes war sie zu hören. Und doch geriet sie – wie viele
andere Platten auch – zunächst in Vergessenheit. Bis ich die Nummer
irgendwann in den 90ern eines nachts zufällig wieder
im Radio hörte. Der Moderator Trevor Wilson schwärmte von der schlichten
Schönheit des Songs. Und tatsächlich ist dieser Song ganz bezaubernd. Absolut
genial wird er aber durch das Arrangement der Band, das durch Einfachheit
einerseits und Einzigartigkeit andererseits besticht. Besonders schön der
mehrstimmige kanonartige Gesang sowie die kleine Piano Variation im Zwischenteil.
Wire sind ja eher so eine minimalistische Post Punk
Band, die Post Punk schon spielte, als der Begriff noch gar nicht geprägt war.
Auf der B-Seite der Single findet sich denn auch so ein seltsames Stück New
Wave Punk Pop, das man nicht recht einordnen kann, und das man auch eigentlich
nicht gleich noch einmal hören möchte. „Outdoor
Miner“ dagegen ist leicht, locker, melodisch,
und auch ein bisschen psychedelisch. Hinter den Sinn der Lyrics
bin ich bis heute nicht gekommen.
Die folgenden drei Singles
haben meine musikalische Geschmacksentwicklung ganz entscheidend beeinflusst.
Dementsprechend hoch im Kurs stehen sie auch noch immer bei mir.
The
Smoke – My Friend Jack / We Can Take It (Metronome,
1967)
Fachleute nennen eine
Nummer wie “My Friend Jack” gerne einen Novelty Hit. Da schwingt dann auch immer so ein bisschen
Herablassung und Naserümpfen mit. Tatsache ist, die Single war mehrere Wochen
auf Platz 1 der deutschen Singles Charts im Frühsommer 1967. In England, der
Heimat der Band, konnte sie nichts werden, weil die BBC sie nicht spielte. Der
Text würde zu Drogenmissbrauch animieren, hieß es. „My friend Jack eats sugar lumps“ – nun
ja, wer da nicht an LSD getränkte Zuckerstückchen denkt, ist schon ein wenig
naiv. Zigtausende deutsche Singles Käufer sind trotzdem nicht drogenabhängig
geworden. Die meisten wussten, so wie ich, nicht mal was die Burschen da
singen. Musikalisch ist diese Aufnahme große Klasse! Dieser Tremolo-Fuzz-Gitarren-Effekt
ist ganz großartig. Das ist es übrigens, was die Fachleute mit „Novelty“ meinen. Dieser Einsatz von vorher so nicht
gehörten Soundeffekten, die nach Meinung der Fachleute den einzigen noch dazu
schnell vergänglichen Reiz ausmachen. Ich bin da ein bisschen anderer Meinung.
Viele Singles der Jahre 1966-69 schätze ich gerade wegen dieser innovativen und
exaltierten Soundexperimente. Und ich kann mir bis heute so etwas nicht über
hören. Die B-Seite „We Can
Take It“ kommt ganz ohne „Novelty“ Effekt aus. Diese Aufnahme ist eine
schlichte aber sehr prägnante Beatnummer. Bei den einschlägigen
Tanzveranstaltungen wurde/wird sie damals wie heute fast genauso gern gespielt
wie die A-Seite. The Smoke waren übrigens die erste
ausländische Band, die ich live sah. Im Frühsommer 1968 war das. Sehr alt, sehr
erwachsen und ein bisschen unnahbar kamen mir als damals 14-Jährigem diese
langhaarigen, backenbärtigen nur Englisch (Cockney) sprechenden Musiker vor.
Obwohl die doch kaum 10 Jahre älter waren als ich. Ich holte mir etwas
schüchtern ein Autogramm backstage und machte dann
schnell, dass ich wegkam.
The
Who – Pictures Of Lily / Doctor! Doctor! (Polydor, 1967)
Ich erinnere mich, dass ich
mit diesem Song meinen Banknachbarn in der Schule ziemlich malträtiert habe. Während
er sich auf den Satz des Pythagoras zu konzentrieren versuchte, sang ich ihm
mit sich überschlagender Stimme „Pictures Of Lily“ vor. Was für
Bilder da gemeint waren, war mir in meiner pubertären Naivität gar nicht klar.
Zu einer Fünf in Mathe hat es aber gereicht. The Who gehören spätestens seit dieser Single zu meinen
Favoriten unter den englischen Sixties Bands. Ihre
früheren Werke lernte ich natürlich erst später kennen. Auch bei
„Lily“ war es ein besonderer Sound, der mich reizte. John Entwhistle spielt da eine Tuba oder ein Waldhorn im
Hintergrund. Aber natürlich war und ist es in erster Linie der Gitarrensound
und das ungeheuer dynamische druckvolle Schlagzeugspiel von Keith Moon, das
einen hier anspringt, wie bei vielen anderen Aufnahmen von The
Who auch. Die B-Seite ist durch ihren erdigen
Basssound besonders beeindruckend. Überhaupt sollte man John Entwhistles Beiträge zum Gesamtwerk der Band keinesfalls
unterschätzen. Sowohl seine gelegentlich als B-Seite verwerteten Kompositionen
wie auch seine prägnantes Bassspiel gehören dazu wie
Petes Windmühlenarm und Rogers kraftvolle Stimmbänder.
The Creation – Painter Man /
Biff, Bang, Pow (Hit-ton,
1967)
Wie The
Smoke waren auch The Creation fast nur in Deutschland
so richtig erfolgreich. Ihr Mod Pop Art Image wirkte
weit über die Sixties hinaus und fand Nachahmer vor
allem in den 80er Jahren (s.u.). Ob es nun Jimmy Page
oder Eddie Phillips war, der den Geigenbogen an der elektrischen Gitarre zuerst
einsetzte, spielt keine große Rolle. Wir sahen damals The
Creation im Beat Club und fanden die unheimlich cool. Zur Show der Band gehörte
unter anderem das spontane Bemalen großer über die Bühne gespannter
Kunststofffolien mit Leuchtfarben. „Painter
Man“ eben. Die Musik ging hier eine Symbiose ein mit Pop Art und Comic
Kultur. „Biff, Pang, Pow“ ist auch so ein in 2 Minuten 23 vertontes
Happening mit Comic Charakter. Alan McGee nannte nicht nur seine Band in den
frühen 80ern Biff Bang Pow,
er nannte sein Label Creation zu Ehren eben dieser Band. „Painter Man“ ist die erfolgreichste Single der Band.
Ihre beste habe ich bislang noch nicht wieder kaufen können, nachdem ich sie
leider (wie viele andere) vor Jahren mal verscherbelte. Welche das ist, wird
noch nicht verraten.
Die drei eben beschriebenen
Singles sind in Top Zustand nicht ganz billig – obwohl sie eigentlich
nicht sehr selten sind. Es waren ja alle drei veritable Hits. Aber sie werden
halt auch von sehr vielen alten und jüngeren Sammlern gesucht.
The
Times – Red With Purple Flashes / Biff! Bang! Pow! (Whaam Records, 1981)
„Our music is red with purple flashes.“,
sagte Eddie Phillips von The Creation mal in einem Interview. Ed Ball, der zuvor bei The
Television Personalities spielte, machte aus diesem
Statement einen Song, den er mit seiner neuen Band The
Times aufnahm. Daraus wurde dann die zweite Single des Labels Whaam Records, welches wiederum von Dan Treacy
(TVP’s) gegründet worden war. Große Verehrer
von Art Pop und Pop Art waren beide. Und Songs von The
Creation hatten die TVP’s von Anfang an im Live
Repertoire. Ich glaube es gibt kaum eine andere Single der 80er Jahre, die
inhaltlich wie musikalisch diese Verehrung von Pop Art dermaßen auf den Punkt
bringt. Hier stimmt alles: von Melodie, über Text, Arrangement und Sound bis
hin zur Verpackung. Für mich eine der Singles des Jahrzehnts. Die B-Seite ist
übrigens, obschon von Attitüde und Sound ähnlich, nicht identisch mit der
gleichnamigen Creation Nummer. Ed Ball hat mit The
Times und solo später auch Platten gemacht, die stilistisch mit den Sixties und Art Pop nur noch relativ wenig zu tun haben.
„Red With Purple Flashes“ ist schon als Aufnahme (auf LP oder anderen
Tonträgern) schwer aufzutreiben, die originale Single ist jedoch sehr sehr rar und richtig teuer.
The
Vogue – The Frozen Seas Of Io / Dancing In
Trance (Gig Records, 1981)
Auf The
Vogue stieß ich Anfang der 80er Jahre eher zufällig durch die Brieffreundschaft
und den musikalischen Austausch mit einem Wiener Musikfreund und
Plattensammler. Schon ihre erste Single „Pill
Girl“ hatte mich umgehauen. Das hier aber war die Offenbarung! Wie konnte
eine österreichische Kapelle zwischen Punk, New Wave und aufkommender neuer
deutscher Welle einen dermaßen authentischen Sixties Psychedelic Pop spielen? Ich meine, heutzutage wundert man
sich über so etwas nicht mehr. Heute existieren ja alle Stil- und Spielarten
von Rock und Pop Musik in ihren Nischen nebeneinander. Aber vor 25 Jahren
konnte einen das noch richtig überraschen. Die A-Seite lässt an Jefferson Airplane, Strawberry Alarm Clock und die Sounds ähnlicher Bands denken. Mit einer
Gitarre, die zwischen Byrds Jangle
und Pseudo-Sitar changiert, mit schwer verhallten
Chorgesängen und einer Snare, die eher nach
Klanghölzchen klingt. Im Text geht es übrigens u.a.
um die gefrorenen Methan-Ozeane des Jupiter Mondes Io. Auf der Rückseite eine Mod Pop Tanznummer, mehr uptempo
und konventioneller. In Österreich waren sie mit dieser Single in den Top 10
und für ein Jahr fast so etwas wie Popstars. Dann löste sich The Vogue bereits wieder auf. Es gibt zwei halboffizielle
postume LPs der Band (eine davon live mit entsprechend rohem Sound). Gitarrist
und Hauptsongschreiber Gary Danner machte später eher
elektronische Musik. Der Drummer Ronnie Urini brachte
mit seiner neuen Band The Last Poets
bis in die frühen 90er noch einige z.T. auch
deutschsprachige Platten raus. U.a. eine nur in den
USA erschienene 10“ mit deutsch gesungenen Stooges
Coverversionen. Obwohl „The Frozen
Seas Of Io“
vermutlich die höchste Auflage aller Vogue Veröffentlichungen hat, ist die
Single – vor allem mit Bildhülle – praktisch unmöglich
aufzutreiben. Dementsprechend teuer ist sie, wenn sie mal auftaucht.
The Adult Net
– Edie / Get Around (Beggars Banquet,
1985)
Brix Smith kam ursprünglich aus New York
nach London. Mit Mark E. Smith von The Fall war sie
ein paar Jahre verheiratet. Trotzdem fasste sie in der Londoner Musikszene der Eighties relativ schnell Fuß. Und schon bald hatte sie ihre
eigene Band. Brix hatte ganz offensichtlich auch ein
Faible für die Sixties. Und so wundert es nicht, dass
ihre erste Single ein Cover von „Incense And Peppermints“ (Strawberry
Alarm Clock) war. Ihr Meisterwerk ist jedoch diese
Single hier. Eine Hommage and Edie Segdewick, die Ende der 60er zum Clan um Warhols Factory gehörte, und die 1971 bei einem Verkehrsunfall in
New York im Alter von 28 Jahren ums Leben kam. Sehr vorsichtig und behutsam
versucht sich Brix Smith in ihrem Song der Pop Ikone
zu nähern. Daraus wird dann eine Verklärung, eine Idealisierung, die aber
musikalisch kongenial umgesetzt ist. Eine Art psychedelischer Power Pop Track
ist so entstanden. Mitreissend, aufwühlend und sehr
geschmackvoll. Von John Leckie wunderbar dynamisch
produziert. Auf der Rückseite hört man eine eher unscheinbare Folk Pop Nummer.
Von Brix Smith und The Adult Net gibt es noch einige weitere hübsche Singles.
Keine reicht aber an die Klasse dieser hier heran. Ob die Single besonders rar
oder teuer ist, kann ich nicht sagen. Ich glaube es aber eher nicht.
Small Faces – Itchycoo Park / I’m Only Dreaming (Immediate Records, 1967)
Diese Band hat sich über die Jahre zu meiner Lieblingsband der Sixties entwickelt. Allerdings muss ich das sofort wieder
einschränken. Beatles und Stones zählen hier nicht mit. Und ich beziehe mich
auch nur auf Großbritannien und die populäre Beatmusik jener Zeit im engeren
Sinn. Meine Lieblingsband des Swinging London (man
kann mit einiger Berechtigung die britische Pop Szene der 60er weitgehend auf
London beschränken) sind sie vor allem, weil mir wirklich jede Aufnahme der
vier Mods aus dem Londoner East End gefällt. Jede
Single, jede LP der Band zählt zu meinen Favoriten. Dabei ist ihr Werk ja auch
durchaus überschaubar. Von Mitte 1965 bis zum Ende des Jahres 1968 existierte
die Band. Vier reguläre LPs und 13 Singles erschienen in dieser Zeit. Alle
nicht weniger als großartig! Mehr als ein One-Hit-Wonder,
eine Eintagsfliege, waren sie also allemal. Dies hier war
ihre zweite Single für Andrew Loog Oldhams Immediate Label und zugleich ihr größter Hit des
Jahres 67. Eine wunderbar leichte Pop Single, die das Feeling
des Summer Of Love, des Swinging London kongenial
einfängt und wiedergibt. Produktionstechnisch auf der Höhe der Zeit mit dem Einsatz von Phasing
und Flanging. Inhaltlich bodenständiger, als
Reizworte wie „I got high“ und „it’s all too beautiful“ vermuten lassen. Ist der Text doch
schlicht von Kindheitserinnerungen an einen von Brennesseln
überwucherten kleinen verwilderten Park im Osten Londons inspiriert. Auch die
B-Seite ist wunderschön. Keine andere Band konnte in dieser Zeit das
Lebensgefühl von Teenage Mods
überzeugender spiegeln. Musikalisch und stilistisch perfekt! Wir werden den
Small Faces hier noch häufiger begegnen. Dieses hier
ist eine dänische Version der Single. Mein deutsches Exemplar, wie wohl damals
gekauft, habe ich in einem Moment der Verwirrung sträflicherweise wieder
verkauft. Ich besitze allerdings inzwischen auch wieder die deutsche Ausgabe.
Wie ich überhaupt im Falle dieser Band bemüht bin, alle Picture Sleeves, die irgendwo auf der Welt erschienen sind, zu
sammeln. Die Hit Singles der Small Faces – also
auch diese hier – sind nicht selten, aber in Topzustand auch nicht gerade
billig.
Spencer
Davis Group – Time Seller / Don’t Want You No More
(
Die erste Single der
Spencer Davis Group nach dem Weggang der Brüder Winwood.
Stevies Debüt mit seiner neuen Band Traffic wird auf
der Rückseite des Covers dieser Single hier beworben. Auch jener Combo werden
wir ganz sicher noch begegnen im Verlauf dieser Rubrik. In meiner Erinnerung
ist der Time Seller untrennbar mit dem Herbst des Jahres 1967 verbunden.
Zusammen mit der gleich folgenden – und noch einer Reihe anderer
natürlich – lieferte die Single für mich den Soundtrack jenes Herbstes.
Vielleicht zum ersten Mal wurde mir bewusst, dass Zeit etwas ist, das
unweigerlich vergeht, das man nicht zurückholen kann. Allein schon deshalb
faszinierte mich der Song. Aber natürlich fügt sich die Instrumentierung, das
Arrangement ganz wunderbar in die Zeit mit diesen stakkatoartig gespielten
Streichern, Glöckchen und anderen zeitgemäßen Effekten. Das passt auch sehr
schön in die Jahreszeit, wenn sich die Blätter verfärben, wenn es früher dunkel
wird, wenn man – ein bisschen wehmütig vielleicht – an den
vergangenen Sommer, an flüchtige Liebeleien denkt. All das schwingt auch heute
noch mit, wenn ich diese Single höre. Die Rückseite der Platte ist dagegen
klassischer britischer R&B. Die Hinwendung der Band zu Ausflügen in
Richtung Jazz im folgenden Jahr zeichnet sich bereits ab. Die Spencer Davis
Group mit den Winwoods wird uns künftig auch noch
beschäftigen. Nach dieser und der
folgenden Single „Mr. Second Class“ habe
ich die Band dann aus den Augen verloren. Spencer Davis und der Drummer Pete
York touren mit wechselnden Musikern auch heute noch als Spencer Davis Group.
Und sie sind wirklich nicht so peinlich wie manch andere Kapelle, die noch
immer von Oldie Party zu Oldie Party zieht. Diese Single hier dürfte nicht so
sehr schwer aufzutreiben sein. Für 15-20 Euro sollte man ein neuwertiges Exemplar bekommen.
The
Jimi Hendrix Experience – Let Me Light Your
Fire / The Burning Of The Midnight Lamp
(Polydor, 1967/1969)
Wie der Time Seller gehört Burning Of The Midnight Lamp von Jimi Hendrix zu
meinem Soundtrack des Herbstes 67. Wenn ich vom knapp einen Kilometer
entfernten „Haus der Jugend“ abends allein durch von Laternen
beleuchtete, regennasse, von Laubhaufen gesäumte stille Vorstadtstraßen
nachhause wanderte, hatte ich oft diese Melodie, diesen Sound im Kopf. Die
Single hab’ ich damals nicht gekauft. Aber Jimi Hendrix war auf meinen
Tonbändern, die ich regelmäßig mit Songs aus dem Radio füllte, stark vertreten.
Dieser Gitarrensound bei „Midnight Lamp“ ist unglaublich. Der Wah-Wah
Effekt, das sich stetig steigernde Glissando, die Chöre. Und dann wieder der
Break, ganz schnell trudelt die Gitarre zurück in die Ausgangsposition. Toll,
wie Hendrix da Bilder im Kopf entstehen lässt. Natürlich ist dies hier nicht
die Originalsingle aus dem Jahr 67. Das Label gibt als Erscheinungsjahr 1969
an. „Fire“ – hier als A-Seite
veröffentlicht – war ja zunächst nur ein Track auf dem Debütalbum der
Band. Allerdings einer der – besonders in Deutschland – sehr
beliebt war und ist. Viele Beatbands nahmen den Song in ihr Live Repertoire
auf. Auch ich mag ihn bis heute besonders gern. Diese Aufnahme strahlt eine
unbändige Kraft und Energie aus. Da will’s jemand wissen. Und dabei ist
der Track kurz, prägnant, auf dem Punkt. Mit einem Wort: Klasse! Den Überblick
zu behalten bei den vielen – häufig postumen – Veröffentlichungen
der Jimi Hendrix Experience ist selbst nur im
Singlesbereich schwierig. Ich besitze leider nicht alle Singles im Original.
Das sollte, das wird sich noch ändern. Was Preise und Verfügbarkeit betrifft,
bin ich nicht so gut informiert. Beides stellt aber wohl keine unüberwindbaren
Hürden auf.
Curved Air – Back Street Luv / Everdance (Warner Bros.,
1971)
Der Sommer 71 ist in meiner
Erinnerung lang und heiß. Und er ist ausgesprochen hippiesk.
Meine Haare waren nie vorher und nie wieder später so lang. Ein rotblonder etwas
verwilderter Bart zierte mein Gesicht, und meine Kleidung bestand aus
abgeschnittenen Jeans, Batikhemden und Jesuslatschen oder Clogs. Diese Single
passt wunderbar dazu. Curved Air, die Band um die
schöne Sonja Kristina und den Gitarristen Francis Monkman,
entstand im Jahr zuvor und ist vielen Plattensammlern vor allem wegen der
Picture Disc ihres ersten Albums „Airconditioning“
ein Begriff. Picture Discs waren damals noch etwas seltenes
und besonderes. Die Musik schöpft aus Folk und Pop Traditionen gleichermaßen
und gibt sich verspielt psychedelisch. Ein früher Synthesizer spielt bei Back
Street Luv eine tragende Rolle, ohne zu dominieren oder unangenehm aufzufallen.
Eine leichte beschwingte aber auch nonchalante Aufnahme ist das, bei der man
einen trägen dösigen Sommernachmittag förmlich spüren kann. Die Rückseite ist
etwas flotter und wird neben Sonjas bezaubernder Stimme von Darryl Ways Violine dominiert. Zumindest diese Single würde ich
nicht unbedingt als Progrock bezeichnen. Die Alben
der Band können jedoch diesem Genre zugeordnet werden. Back Street Luv war der
einzige Single Hit von Curved Air. Die ersten drei
Alben sind nicht nur für Progfans empfehlenswert.
Trotz enormen Aufwands der Plattenfirma, schaffte die Band nie den großen
Durchbruch und ist heute weitgehend vergessen. Schade eigentlich. Die Single
dürfte nicht so schwer zu bekommen sein. Ob sie allerdings günstig zu haben
ist, weiß ich nicht. Meine hab ich
1971 gekauft.
The
Flamin’ Groovies
– You Tore Me Down / Him Or Me (What’s It Gonna Be?) (Bomp
Records, 1974)
Aus Gründen, die mir selbst
nicht ganz erklärlich sind, habe ich die Flamin’ Groovies
erst kennen gelernt, als sie zum zweiten Mal in England waren und kurioserweise
im Zuge von Punk und New Wave zu kurzem aber nachhaltigem Ruhm gelangten. Heute
zähle ich die Band zu meinen Lieblingsbands aller Zeiten. Wie es scheint waren
sie fast immer zur falschen Zeit am falschen Ort. Auch diese Single hier macht
da keine Ausnahme. Erschienen als erste Veröffentlichung auf Greg Shaws Bomp Label, das damals noch das „Who
Put The“ von Gregs
legendärem Fanzine Who
Put The Bomb ganz klein
im Logo hatte, fiel dieses kleine Meisterwerk des Folk-Rock-Power-Pop in eine
Zeit, da Glitter und Glam
auf der einen und bombastischer Stadionrock auf der anderen Seite die Popmusik
dominierten. Noch immer fährt ein Kribbeln durch meinen ganzen Körper, wenn ich
diese Aufnahme höre. Zuerst hörte ich sie wie gesagt irgendwann so um 1977/78.
Die Single selbst habe ich sogar noch später gekauft. „You Tore Me Down“ ist
wirklich ein Meisterwerk. Eine wunderschöne Melodie, perfekte Harmonien, jangelnde Gitarren, unterfüttert mit kraftvollen Drums, die sich jedoch nie in den Vordergrund drängen. Was
bleibt dem betrogenen, verlassenen Liebhaber? – Ein Trost spendender
melancholisch trotziger Song! Die Flipside ist ein
relativ originalgetreues Cover des 1967er Hits „Him
Or Me“ von Paul Revere & The Raiders. Ein Spur spröder, punkiger als das Original vielleicht. Ebenfalls gut, aber
bei Weitem nicht so herausragend wie die A-Seite. Teuer ist diese Single nicht,
aber auch nicht so leicht zu finden.
Kursaal Flyers
– Little Does She Know / Drinking Socially (CBS, 1976)
Noch so eine Band, die
eigentlich nie wirklich den ehrlich verdienten Erfolg ernten konnte. Die Kursaal Flyers gehörten zur
britischen Pubrock Szene der mittleren 70er Jahre.
Und straighten, schnörkellosen Pubrock
spielten sie auch meistens. Diese Single hier ist da eine Ausnahme. Absolut over the top!
In jeder Beziehung. „Hilarious!“, würden
meine amerikanischen Freunde sagen. Ich weiß nicht, wie ich das am besten
übersetzen kann. Die A-Seite – und um die geht’s hier natürlich
– ist vollkommen überproduziert. Ganz bewusst so bombastisch wie möglich.
Mit sich immer weiter steigernden Orchester Crescendi, Hallelujah Chören und
Feuerwerk zum Ende hin, um dann mit einem gediegenen kleinen Streichquartett zu
enden. Im Song geht es um eine etwas verquere Beziehung zu einer jungen Dame,
die es offenbar schätzt, mit mehreren Herren zur gleichen Zeit – also
nicht gleichzeitig – zu verkehren. Ihr versteht? Und dann spielt da noch
ein Bikini, den der Protagonist in Rom für die Dame kaufte, eine tragende
– äh nein, eine fallende – Rolle. Ich liebe diese Aufnahme. Sie ist
so wunderbar grotesk. Auf der Rückseite singen die Herren in bewährter Pubrock Manier von ihrer anderen Lieblingsbeschäftigung.
Der Drummer der Band Will Birch wird noch in anderen
Zusammenhängen hier eine Rolle spielen. Die Single sollte relativ leicht und
preiswert zu haben sein.
Mehr Singles auf der ersten Seite, auf der dritten Seite, auf der vierten Seite, auf der fünften Seite, auf der sechsten Seite und auf der siebten Seite. Die folgenden
Charts sind aktualisiert auf Grundlage aller bislang besprochenen 7“45s.
Die Charts
01. The
Rolling Stones – Jumpin’ Jack Flash
02. The
Only Ones – Another Girl, Another Planet
03. Pink
Floyd – See Emily Play
04. The
Beach Boys – Good Vibrations
05. The
Byrds – Mr. Tambourine Man
06. The
Flamin’ Groovies
– Shake Some Action
07. The
Rolling Stones – The Last Time
08.
09. The
Beatles – Strawberry Fields Forever /
10. The
Rolling Stones – Satisfaction
11. Tomorrow
– Revolution
12. Neil
McArthur – She’s Not There
13. Joy Division – Love Will Tear Us Apart
14. The
Shadows – Apache
15. Wah! Heat – Better Scream
16. The
Beatles – Paperback Writer
17. The
Vogue – The Frozen Seas Of Io
18. The
Move – I Can Hear The Grass Grow
19. The
Adult Net – Edie
20. Wire
– Outdoor Miner
21. The
Times – Red With Purple Flashes
22. The
Squires – Going All The Way
23. Small
Faces –
24. The
Rolling Stones – Let’s Spend The Night Together
25. The
Yardbirds – Evil Hearted You
26. Jimi Hendrix Experience –
The Burning Of The Midnight Lamp
27. Spencer
Davis Group – Time Seller
28. Simon
Dupree and the Big Sound – Kites
29. The
Tornados – Telstar
30. Bob
Dylan – Like A Rolling Stone
31. Creedence Clearwater
Revival – Fortunate Son
32. The
Who – Pictures Of Lily
33. Nick
Nicely – Hilly Fields 1892 / 49 Cigars
34. Sonic’s Rendezvous
Band – City Slang
35. The
Monkees – I’m A Believer
36. The
Johnny Burnette Trio – The Train Kept
A-Rollin’
37. Dolly
Mixture – Everything And More
38. The
Misunderstood – Children Of The Sun
39. Eddie
Cochran – Summertime Blues
40. The
Jam – That’s Entertainment
41. Shocking
Blue – Send Me A Postcard
42. The
Church – Unguarded Moment
43. The Nights Of Iguana – Dry
44. Pretenders – Kid
45. Curved
Air – Back Street Luv
46. Clearlake
– Winterlight
47. The
Droogs – Only Game In Town
48. The
Flamin’ Groovies
– You Tore Me Down
49. Oasis
– Don’t Look Back In Anger
50. The Jam – Going Underground
51. The
Chills – Pink Frost
52. Ephemera
– Happy, Grateful, Aware
53. The
Seers – Lightning Strikes
54. Judy
Clay & William Bell – Private Number
55. Buddy
Holly – Peggy Sue
56. The
Libertines – What A Waster
57. Nurses
– D.Y.F.
58. Wipers
– Romeo
59. Richard
Harris – Mac Arthur Park
60. Droogs – Collector’s
Item
61. Nirvana
– Smells Like Teen Spirit
62. Bangles
– Hero Takes A Fall
63. Echo
and the Bunnymen – The Pictures On My Wall
64. The
Youngbloods – Get Together
65. Jimmy
Curtiss – Johnny Get Your Gun
66. The
Raconteurs . Steady, As She Goes
67. The
Kinks – Sunny Afternoon
68. The
Stems – At First Sight
69. The
Cowsills – The Rain, The Park & Other
Things
70. Direct
Hits – Modesty Blaise
71. The
Smoke – My Friend Jack
72. The
Supremes – Love Is Here, And Now You’re Gone
73. The
Beach Boys – Wendy
74. The
Smiths – Heaven Knows I’m Miserable Now
75. The
Ones – Lady Greengrass
76. The
Bongos – Bulrushes
77. The
Boots – Gloria
78. The
Dentists – Strawberries Are Growing In My Garden (And It’s
Wintertime)
79. Squire
– My Mind Goes Round In Circles
80. The
Slickee Boys – Here To Stay
81. The
Syn – 14th Hour Technicolour
Dream
82.
83. The
Grass Roots – Midnight Confessions
84. Virna Lindt
– Attention
85. The
Monks – Love Can Tame The Wild / He Went Down To The Sea
86. Edgar
Broughton Band – Hotel Room
87. Smokey
Robinson & The Miracles – The Tears Of A Clown
88. Joey
Dee & The Starliters – Ya
Ya
89. The
Svensk – Dream Magazine
90. Eppu Normaali
– Puhtoinen lähiöni
91. The
Names – Why Can’t It Be
92. Adamo – Inch Allah
93. Lemon
Tree – William Chalker’s Time Machine
94. Kursaal Flyers
– Little Does She Know
95. MC5
– Kick Out The Jams
96. The
Creation – Painter Man
97. The
Adverts – No Time To Be 21
98. Cosmic
Rough Riders – Baby, You’re So Free
99. The
Herd – From The Underworld
100.
The Teardrop Explodes – Treason
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