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Letztes Update: 07. März 2010
Kicks
on 45 ! – Die besten Singles aller Zeiten! – Teil 7
Angeregt
durch ähnliche Aktivitäten im Leserforum des deutschen Rolling Stone habe ich mich
entschlossen, hier nach und nach meine liebsten 7“45s vorzustellen. Mit
Coverabbildung (soweit möglich) und mit einer meist kurzen Erläuterung zu der
jeweiligen Single. Daraus wird eine All-time Top 100 Liste entstehen. Denn
jedes Mal wenn ich hier neue Singles einstelle, werde ich sie auch in meine
Bestenliste aufnehmen. Diese Liste wird wachsen und sich verändern. Und es
werden, wenn 100 erreicht sind, auch wieder einzelne Singles rausfliegen.
Das
hier ist die siebte Seite mit meinen 7“45 Favoriten. Los geht’s auf dieser Seite.
The Shadows – Apache /
Quatermaster’s Stores (EMI Columbia, 1960)
“Apache“ ist ja nun der
Klassiker der instrumentalen Beatmusik schlechthin. Es war der erste Hit der
Band unter dem Namen The Shadows, nachdem Hank Marvin, Bruce Welch, Jet Harris
und Tony Meehan bereits als The Drifters die Backing Band des wohl besten
britischen Rock’n’Roll Sängers damals waren, Cliff Richard. Nicht
zuletzt durch The Shadows wurde diese Art von Instrumentalmusik enorm populär,
und es schossen ähnliche Bands weltweit wie Pilze aus dem Boden. Ich glaube zum
Sound von „Apache“ und anderen Aufnahmen der Shadows muss ich nicht
allzu viel sagen. Typisch ist der klare, metallische, mitunter etwas verhallte
Klang der elektrischen Gitarren. Im Gegensatz zum Surf wird hier aber der
Vibratohebel weitgehend in Ruhe gelassen und auch Kompression und Reverb bleiben
unangetastet. Die Komposition „Apache“ stammt von dem britischen
Musiker Jerry Lordan, der zu der Melodie durch einen Burt Lancaster Film
inspiriert wurde. „Apache“ wurde bis heute unzählige Male gecovert
und gehört zum Standard Repertoire einer jeden Instrumentalcombo. Während The
Shadows damit im UK und in Europa wochenlang erste Plätze belegten, erreichte
der dänische Gitarrist Jörgen Ingman in den USA die Nummer 2 der Billboard
Charts mit seiner Version von „Apache“, die etwas weicher und
swingender klingt. The Shadows hatten bis ca. 1967 noch zahlreiche weitere
Single Hits vor allem im UK, aber auch in Deutschland und Skandinavien, wo
dieser Instrumentalsound ebenfalls äußerst beliebt war. Ich selbst wurde auf
The Shadows erst 1967/68 aufmerksam, als mir bei einem Freund eine Greatest
Hits LP der Band in die Hände fiel. Dieser für das Jahr 68 bereits sehr
altmodisch und archaisch klingende Gitarrensound hatte es mir sofort angetan,
und ich fing an Platten der Band zu kaufen, wann immer ich welche fand. Bis
heute assoziiere ich mit dem Klang von „Apache“ und anderen Shadows
Hits Vergangenheit, Ferne, Sehnsucht aber auch unbeschwerte Träume von Weite,
Meer, unberührter Natur. „Quatermaster’s Stores“ wird als
Traditional bezeichnet. Die Melodie geht wohl auf ein altes Soldatenlied aus
dem ersten Weltkrieg zurück. Relativ schlicht und prägnant und natürlich hier
vom typischen Gitarrensound geprägt. Das Cover dieser deutschen Single ist
ziemlich albern. Man fand das in der Marketing Abteilung von EMI bestimmt
originell und so schön passend zum Titel. Besonders rar und teuer ist die
Single meines Wissens nicht.
Joey
Dee And The Starliters – Ya Ya / Fanny Mae (Roulette,
1962)
Diese
Single hörte ich zum ersten Mal irgendwann im Winter 1962/63 bei einer zehn Jahre
älteren Cousine. Und schon als Neunjähriger war ich spontan von der schlichten
und doch so lebendigen, aufregenden Nummer begeistert. Natürlich vergingen dann
viele Jahre bis ich mich wieder dieser Single erinnerte, aber irgendwann in den
70er Jahren stach sie mir auf einem Berliner Flohmarkt ins Auge, und ich
erleichterte meine Geldbörse um 50 Pfennige. Beide Tracks wurden live in der
Peppermint Lounge in New York aufgenommen, wo Joey Dee & The Starliters
damals quasi die Hausband waren. Joey Dee war Komponist des „Peppermint
Twist“ und einer der Hauptvertreter dieser musikalischen Modewelle.
„Ya Ya“ war 1961 ein R&B Hit für Lee Dorsey, der den Song auch
zusammen mit Morris Levy und Clarence Lewis schrieb. Die Version von Joey Dee
& The Starliters erschien in den USA zunächst nur im Rahmen einer Live LP.
In Deutschland wurde „Ya Ya“ jedoch als Single veröffentlicht und
erreichte Platz 4 der Charts. Der Song und auch Joey Dee und Band waren hier zu
Lande offenbar enorm populär. Dem warmen Sound der Farfisa Orgel und dem
flotten treibenden Rhythmus sowie dem repetitiven Charakter der Nummer kann man
sich nur schwer entziehen. Gute Laune pur! Zwei Musiker der Starliters, Gene
Cornish (g) und Felix Cavaliere (org), gründeten später The Young Rascals.
„Ya Ya“ wurde auch immer mal wieder gecovert, u.a. vom Bremer Trio
Gert Krawinkel, Stephan Remmler und Peter Behrens auf deren Debüt LP 1981. Die
Single von Joey Dee & The Starliters ist nicht selten, in Top Zustand aber
dann doch ihre 5-8 Euro wert.
The Rolling Stones – The Last
Time / Play With Fire (Decca, 1965)
Meine erste LP überhaupt war
“Big Hits, High Tide, and Green Grass” von The Rolling Stones, ein
(natürlich selbst ausgesuchtes) Geschenk zu meinem 14. Geburtstag im Oktober
1967. Die meisten Tracks darauf kannte ich vorher eigentlich nicht, denn sie
wurden ja kaum noch im Radio gespielt, und mein Interesse an dieser Musik hatte
sich erst ein knappes Jahr zuvor so langsam entwickelt. Bald jedoch kannte ich
jeden Ton der Platte auswendig. Die originalen Singles habe ich mir erst sehr
viel später so nach und nach zugelegt. Damals reichte mein Taschengeld ja nicht
mal für die aktuellen großartigen Singles der Stones und anderer. „The
Last Time“ war die erste UK Nummer 1 aus der Feder von Mick und Keith.
Und wahrscheinlich war das auch der Punkt, an dem die Band sich so richtig
etabliert hatte. Für mich war die Single lange Zeit eine unter vielen
hervorragenden Stones Singles, aber keineswegs eine ihrer besten. Das hat sich
erst in den letzten 10-15 Jahren geändert. Wenn ich heute dieses gefährlich
dräuende Riff höre, das mich immer auch ein bisschen an eine Sirene erinnert,
bekomme ich sofort eine Gänsehaut. Dieser Song, vor allem aber diese Aufnahme
hat eine wirklich bemerkenswerte Ausstrahlung. Aufbruch, Energie, aber auch ein
klein wenig Resignation und Verlust stecken da drin. Gefühle, die allein durch
die Musik schon trefflich vermittelt werden. Die B-Seite ist von einem
ähnlichen Kaliber und steht der A-Seite kaum nach. Natürlich kommt das hier verhaltener
zum Ausdruck. Die Warnung ist jedoch nur allzu deutlich: „Don’t
play with me, 'cause you play with fire.“ Genial instrumentiert mit
akustischen Gitarren, einem verlorenen Tamburin und einer Art Spinett (oder was
immer das ist). Dies hier ist eine holländische Ausgabe der Single. Genauso wie
die deutsche Pressung nicht unbedingt selten, aber in Top Zustand erst ab ca.
25-30 Euro zu haben.
The
Byrds – Mr. Tambourine Man / I Knew I’d Want You (CBS,
1965)
Auch
eine Single, die ich erst zwei Jahre nach ihrem Erscheinen zum ersten Mal
hörte. Aber auch hier war ich sofort hin und weg! Dieser klar klingelnde Sound
der 12-saitigen Rickenbacker (nicht dass ich Marke und Saitenzahl damals hätte
benennen können), der satte Basston, die wundervollen Harmoniegesänge –
all das löste in mir ein warmes, wohliges Gefühl aus. Solche Musik empfand ich
fast als überirdisch. Weder kannte ich Bob Dylan, noch wusste ich wer The Byrds
eigentlich waren, aber diese Aufnahme nahm mich gefangen – imgrunde bis
heute. Die Beschäftigung mit der Band, mit Folkrock und den Folgen kam erst
später. So um die Mitte der 70er eigentlich erst. Da arbeitete ich das
zumindest teilweise auf. Die Single kaufte ich auch erst um diese Zeit. Die ebenfalls
großartige B-Seite aus der Feder von Gene Clark hörte ich da dann zum ersten
Mal. Möglicherweise ein Grund dafür, dass diese Musik der Byrds und ihrer
Ableger und Verwandten für mich immer irgendwie zeitlos geblieben ist. Ich höre
sie sehr sehr gerne immer wieder, ohne mit ihr bestimmte Ereignisse oder
Geschichten zu verbinden, wie das bei vielen anderen meiner Lieblingsplatten
der Fall ist. Die Single wurde damals von CBS nur sehr zögerlich
veröffentlicht, erreichte aber dann die Nummer 1 in den USA ebenso wie im UK
und etablierte The Byrds als neue Pop Sensation. Diese deutsche Single ist in
Top Zustand gar nicht so leicht zu finden. Mit ca. 20-25 Euro sollte man
rechnen.
Bob Dylan – Like A Rolling
Stone / Gates Of Eden (CBS, 1965)
Bob
Dylan war noch bis weit in die 70er imgrunde ein Unbekannter für mich. Dass
einige tolle Pop Singles, die ich schon damals sehr liebte, von ihm geschrieben
wurden, wusste ich genauso wenig, wie ich seine Bedeutung für die Entwicklung
der Popmusik in den Sixties kannte. Meine erste und lange Zeit letzte Dylan
Platte war die Single „Lay Lady Lay“, die ich im Sommer 1969
gekauft hatte. Erst im Zuge meiner Aufarbeitung der für mich noch unbekannten
Sixties, des Folkrocks und Country Rocks, lernte ich Dylan näher kennen.
Etliche seiner frühen LPs kaufte ich aber auch erst in den 90er Jahren.
Insofern fehlt mir ein bisschen auch die Erfahrung, die andere mit dieser
Single hier beim ersten Hören im Jahr 1965 machten. Als ich „Like A
Rolling Stone“ zum ersten Mal hörte, hatte ich bereits mehrere Artikel
über Dylan und diese Platte gelesen. Ich war also nicht mehr unvoreingenommen
oder überrascht. Beeindruckt war ich schon. Und bis heute bin ich immer wieder
beeindruckt von der schieren Kraft und Ausstrahlung dieses Songs und dieser Aufnahme.
Was mir ein bisschen fehlt, das ist eine emotionale Bindung, wie ich sie bei
anderen Singles empfinde. Auch die B-Seite „Gates Of Eden“ hat eine
sehr starke Ausstrahlung. In gewisser Weise befällt mich da ein ehrfürchtiges
Gefühl beim Hören. Die Interpretationen und Erklärungen überlasse ich den
Dylanologen. Ich erfreue mich einfach an der Musik und ihrer Wirkung auf mich.
Diese Single hier kaufte ich erst vor wenigen Jahren. Knapp 20 Euro hat sie
gekostet.
The
Beach Boys – Good Vibrations / Let’s Go Away For Awhile (Capitol,
1966)
Für
viele Kritiker aber auch ganz “normale” Musikhörer ist dies die
beste Single aller Zeiten. Aber das ist „Like A Rolling Stone“ für
ebenso viele andere auch. Für mich ist es keine der beiden, obwohl ich sie beide
sehr schätze und für absolut großartig halte. „Good Vibrations“ ist
m.E. Brian Wilsons Meisterstück. Purer Pop, ein wenig psychedelische
Exaltiertheit, eine wundervolle Melodie, eine fast klassische Erhabenheit im
Klang und Arrangement. Good Vibrations eben im ganz wörtlichen Sinn. Eine
kleine Pop Symphonie in zwei Minuten und 34 Sekunden. Unglaublich! Auch diese
Aufnahme hinterließ einen mächtigen Eindruck bei mir, als ich sie im Sommer
1967 zum ersten Mal hörte. Trotzdem sollte es noch ein paar Jahre dauern, bis
ich mir die Single kaufte und mich auch mit den anderen Aufnahmen Brian Wilsons
aus jenen Monaten des Jahres 1966 näher beschäftigte. Zu viele andere
aktuellere Singles nahmen meine Aufmerksamkeit in Anspruch. Heute ist für mich
„Good Vibrations“ die beste Beach Boys Single überhaupt und die
neben „Heroes And Villains“ stimmigste Aufnahme aus diesen
unglücklichen Smile Sessions. Auch die B-Seite „Let’s Go Away For
Awhile“ ist sehr schöner atmosphärischer Sunshine Pop, eine Spur zu viel
Atmosphäre und zu wenig Song vielleicht. „Good Vibrations“ war eine
Nummer 1 auf beiden Seiten des Atlantik, in Deutschland ist die Single immerhin
bis Platz 8 der Charts geklettert. Sie dürfte relativ leicht zu finden sein für
Preise um die 15-20 Euro, denke ich.
Bauhaus – She’s In
Parties / Departure (Beggar’s Banquet, 1983)
Die Band um Peter Murphy (vocals)
und Daniel Ash (guitar) gilt heute als Wegbereiter des Gothic Rock. Gegründet
wurde die Kapelle 1978 in Northampton als Bauhaus 1919. Ihre erste Veröffentlichung
war eine 12“ auf Small Wonder Records mit dem 9-minütigen „Bela
Lugosi’s Dead“ im Jahr 1979. Die Jahreszahl 1919 war da bereits
wieder aus dem Bandnamen verschwunden. Aber dieser getragene, düstere Sound
sollte das Markenzeichen der Gruppe bis zu ihrer Auflösung im Sommer 1983
bleiben. „She’s In Parties“ ist die elfte und letzte Single
der Band. Zugleich ist es auch nach „Ziggy Stardust“ (1982, Platz
15) die zweiterfolgreichste Single, die immerhin Platz 26 der britischen Charts
erreichte. Neben „Bela Lugosi’s Dead“ ist es mein Favorit aus
dem Oeuvre von Bauhaus. Der Bandname ist der deutschen Kunst und Architektur
Bewegung gleichen Namens aus den 1920er Jahren entlehnt. Eigentlich ziemlich
erstaunlich, denn der relativ klare und nüchterne Bauhaus Stil findet in dieser
eher beklommen geheimnisvoll wirkenden Musik m.E. so gar keine Entsprechung.
Murphy pflegt so eine Art Sprechgesang, der aber durch viel Hall und andere
Effekte verfremdet wird. Die Musik mit ihren stoischen Basslinien, Phasing,
Flanging und rückwärts gespielten Tapes stellt für mich durchaus eine Art
Fortführung des Psychedelic Sounds der späten Sixties dar. Allerdings kommt
ebenso jede Menge Elektronik zum Zuge, so dass – vor allem bei der
Flipside „Departure“ hier – auch The United States Of America
sowie The White Noise als Paten infrage kommen. Bis auf die beiden Singles (die
erste und die letzte) besitze ich keine weiteren Tonträger der Band, wie mir
auch generell der so genannte Gothic Rock eher fremd geblieben ist. Diese
Single hier dürfte nicht so schwer aufzutreiben sein. Sie ist sowohl als
7“ wie auch als 12“ (mit einem zusätzlichen Track) erschienen.
Fad
Gadget – Ricky’s Hand / Handshake (Mute
Records, 1980)
Eine
der besten Elektro Pop Singles aller Zeiten ist diese zweite 7“ von Frank
Tovey a.k.a. Fad Gadget. Auf dem Sleeve wird ausdrücklich darauf hingewiesen,
dass außer den menschlichen Stimmen nur synthetisch erzeugte Klänge zu hören
sind. Neben diversen Synthesizern kamen dabei auch verschiedene elektrische
Bohrmaschinen zum Einsatz. Mute Label Gründer Daniel Miller wirkte bei der
Aufnahme ebenfalls mit. Der Song selbst ist eine sardonische Schilderung der
Folgen von Alkohol am Steuer. Dabei sowohl lyrisch wie musikalisch äußerst
schlicht und effektiv. Für die Diskothek ist die Single perfekt geeignet. Sehr
perkussiv und absolut tanzbar. Die Melodie ist ein echter Ohrwurm, der einem
nicht so schnell wieder aus dem Kopf geht. Übrigens hat die Musik hier durchaus
auch so etwas Gothic Artiges wie die Musik von Bauhaus. Die verfremdete
weibliche Stimme kurz vor dem Ende wirkt sowohl diabolisch wie engelsgleich.
Auf der Rückseite gibt es einen Remix der A-Seite ohne den Gesang. Und der
Titel „Handshake“ erfährt durch den Cartoon auf der Rückseite des
Sleeves eine besondere Interpretation. Dort wird nämlich die Herstellung eines
Milkshakes in einem Elektromixer mit recht blutigem Resultat dargestellt. Die
Single dürfte nicht so ganz leicht zu finden sein, denn ein großer Erfolg war
ihr nicht beschieden. Was man investieren muss dafür, kann ich nicht sagen. Ich
habe meine damals gleich nach Erscheinen gekauft.
The
Feelies – Fa Cé La / Raised Eyebrows (Rough
Trade, 1979)
Wie
soll man die Musik bloß bezeichnen, die The Feelies aus New Jersey hier machen?
New Wave? – Die kam eigentlich eher aus dem UK und war 1979 schon gar
nicht mehr so „new“. Post Punk? – Mit diesem Begriff konnte
ich nie viel anfangen. Aber ok, wenn das einfach nur „nach Punk“
bedeuten soll, dann ist es so zutreffend wie nichtssagend. College Rock?
– Diese Bezeichnung für neue Gitarrenmusik kam doch erst später in den
80ern in den USA auf, und sie ist natürlich ebenso schwammig und vernebelnd wie
Indie Rock. Auf alle Fälle spielen die Jungs auf ihrer ersten 7“ hier so
unbekümmert und erfrischend drauflos, wie es damals eben vor allem junge Punk
Bands taten. Allerdings ist ihre Musik eine Spur zu intellektuell, um als Punk
durchzugehen. Zu leicht und locker ist sie auch. The Bongos, die ja gleich um
die Ecke wohnten in New Jersey, musizierten ganz ähnlich seinerzeit. Glenn
Mercer und Bill Million gingen wohl noch eine Spur wagemutiger zu Werke als
Richard Barone & Co., oder sagen wir unbeleckter, freier. The Feelies
trafen vor allem im UK und in Europa auf offene Ohren, wie viele ihrer
musikalisch innovativen Landsleute damals. Allerdings blieb dieser Erfolg immer
ein eher bescheidener. Die Single Version von „Fa Cé La“ ist
übrigens eine andere als die auf dem Debütalbum „Crazy Rhythms“ ein
Jahr später. Das Album klingt bereits „produziert“, ist aber
dennoch uneingeschränkt zu empfehlen. Der Charme des beiläufigen Geniestreichs
gebührt jedoch der Single! Sie ist sicher nicht sehr häufig, aber auch nicht
unauffindbar. Zu Preisen kann ich nichts sagen. Meine drehte sich schon 1979
auf meinem Plattenteller.
Joy
Division – Love Will Tear Us Apart / These Days (Factory,
1980)
Gänsehaut
bekomme ich sofort, wenn ich diese Single (nach langer Zeit mal wieder)
auflege. Was soll ich dazu groß schreiben? Die Geschichte von Joy Division ist
bekannt. Die Geschichte dieser Single bzw. ihre Historie auch. Es ist die
Single des Jahres 1980 und eine der besten des ganzen Jahrzehnts, ja eine der
besten aller Zeiten. Dieses Eingangsriff der Akustikgitarre, der treibende
unstete Rhythmus, die schwellenden Synthi-Teppiche, vor allem aber der warme
und doch tieftraurige Gesang von Ian Curtis, das alles ist absolut endgültig.
So und nicht anders klingt es, wenn man von Liebeskummer zerrissen wird. Dreht
man die Single um, dann erklingen für Joy Division Verhältnisse recht locker
unbeschwerte Töne. Dieser Synthi Effekt erinnert mich an den wabernden Krug der
13th Floor Elevators. Und dann gibt es da noch eine etwas druckvollere, aber
irgendwie auch gehetztere Version von „Love Will Tear Us Apart“.
Finger weg übrigens von allen neueren Remixen. Und die verschiedenen
Coverversionen des Songs haben m.E. vor allem akademischen Wert. Heranreichen
an das Original kann keine. Die Single war ob der makabren Umstände der größte
Erfolg der Band. Und so wird ein Original auch nicht allzu schwer oder teuer zu
finden sein. Was die Herren Sumner, Hook und Morris dann nach Ians Tod unter
dem Namen New Order machten, hat mich nie sonderlich tangiert.
The
Jam – Going Underground / Dreams Of Children (Polydor,
1980)
Dies
war die erste Nummer Eins der Band in den britischen Charts. Ok, eine schlechte
Single von The Jam gibt es sowieso nicht. Doch ist diese Double-A-Side
tatsächlich eine ihrer besten! „Going Underground“ ist vielleicht
der etwas eingängigere Song, eine Aufnahme, die einen auf der Stelle mitreißt,
die schnell zum Mitsingen animiert. Auch hier beweist Paul Weller sein feines
Gespür für grandiose Melodien, die Band präsentiert den Song absolut
überzeugend, und Wellers Text ist ein treffender Kommentar zur aktuellen
Tagespolitik im UK. Das musste ein Hit werden! „Dreams Of Children“
überzeugt letztlich ebenso. Jedoch mehr durch die gekonnten Anleihen bei
Spätsechziger Mod und Artpop. Der Song ist gut, braucht aber ein paar
Durchläufe, um beim Hörer anzukommen und sich festzusetzen. The Jam waren zu jener
Zeit auf dem Höhepunkt ihrer Kreativität und ihres Erfolgs. Alle Jam Singles
sind im Prinzip nicht sehr selten oder schwer zu finden. Für ein ladenneues
Exemplar muss man jedoch etwas mehr als den damaligen Neupreis von 2-3 €
einplanen.
Pretenders
– Kid / Tattooed Love Boys (Real Records, 1979)
Chrissie
Hynde verließ 1973 ihre Heimatstadt Akron im US-Bundesstaat Ohio, um in London
zu leben, als Musikjournalistin zu arbeiten und auch selbst Musik zu machen.
Mit den Pretenders, die im Zuge von Punk und New Wave 1978 einen Plattenvertrag
beim von Warner gesponserten Label Real Records bekamen, gelang ihr der
entscheidende Durchbruch. Die Musik der Band, deren Songs fast ausschließlich
von Miss Hynde geschrieben wurden, hatte weder damals noch später wirklich
etwas mit Punk oder New Wave zu tun. Es ist einfach tolle, Gitarren dominierte,
melodische, an Powerpop geschulte Popmusik. „Kid“ war die zweite
Single der Band nachdem sie mit einer sehr gelungenen und zeitgemäßen
Coverversion des Kinks / Ray Davies Songs „Stop Your Sobbing“ zu
Beginn des Jahres 1979 ihre Marke gesetzt hatten. „Kid“ ist m.E.
einer der schönsten Songs über Kinder überhaupt. Und dabei hatte Chrissie als
sie ihn schrieb selbst noch gar keine. Der Text ist einfühlsam und liebevoll,
die Musik dazu schmeichelt sich ins Ohr, ohne dabei irgendwie plump oder
kitschig zu wirken. Viel trägt dazu das phantastische Arrangement der Aufnahme
bei mit den großartigen Riffs und Licks der Rickenbacker Gitarre, einer
dezenten Farfisa Orgel und einer äußerst gelungenen packenden Rhythmik. Und
Chrissies Stimme ist natürlich unvergleichlich! Auch die B-Seite der Single ist
toll! Eine junge Britband würde für so einen Song heutzutage alles geben! Die
Singles der Pretenders sind alle nicht sehr selten, aber vielleicht auch nicht
gerade für’n Appel und Ei zu haben.
22 Pistepirkko – Hong Kong King / Hank’s T.V. Set (7”, Euros, 1987)
Das Trio
22 Pistepirkko ist seit mittlerweile 30 Jahren zusammen. Obwohl die Band nie
erste Hitparadenplätze belegte, ist sie in ihrer Heimat inzwischen so etwas wie
eine Institution. Und auch international genießen die drei Musiker zumindest
Kultstatus. Vor allem in Frankreich und Deutschland gibt es eine kleine aber
treue Fangemeinde. Nachdem die Band 1982 einen Nachwuchswettbewerb in Finnland
gewann, erschien im folgenden Jahr eine Platte in finnischer Sprache, die
musikalisch Ähnlichkeit mit den Werken der frühen unabhängigen ndW aufweist.
Von der Kritik und den Medien in Finnland nicht ernst genommen, zogen sich die
Jungs zurück in ihre Scheune (in Finnland der Garagen Ersatz) und spielten
sämtliche Beach Boys und Ramones Platten und Pebbles Sampler nach, derer sie
habhaft wurden. 1986 reüssierten sie dann mit einer 7“ EP auf eigenem Label
und in einem Sound, der genau diese Einflüsse verarbeitete. Ein Jahr später
erschien diese Single hier. Alles, was den originellen und immer wieder
erkennbaren Stil der Band bis heute ausmacht, ist hier bereits vorhanden. Ein
scheppernder primitiver Bo Diddley Rhythmus, eine quietschende quäkende Orgel,
die näselnde, leicht asthmatische Stimme des älteren Keränen Bruders PK und
eine von überraschenden Wendungen geprägte Melodie. Die Musik hat sowohl etwas
Primitives an Sixties Garage Erinnerndes, wie auch etwas Exotisches, das durch
Hall und den unkonventionellen Einsatz diverser Schlaginstrumente entsteht. Die
Band hat ihren Stil über die Jahre verfeinert und mit neuen Zutaten
angereichert, auch ist das Songwriting zum Teil viel komplexer geworden. Aber
im Prinzip ist diese Single hier die Grundlage all dessen, was später kam. Auf
der Flipside hört man ein Instrumental, das durchaus als Titelmusik eines
Western B-Movie durchginge. Die Single ist selbst in Finnland nicht leicht zu
finden und in Topzustand gut und gerne ihre 30-40 € wert.
Livin’
Drops – Hummin’ Bird / The Parachute Song (7“, AB Loved, 1989)
Dies ist die einzige Veröffentlichung des finnischen
Musikers J.K. Lappalainen unter dem Namen Livin’ Drops. Ja es ist
vermutlich seine einzige Veröffentlichung überhaupt. Besonders
„Hummin’ Bird“ ist schlicht großartig. Ein sehr
atmosphärischer filigraner Track, der eigentlich die ganze Zeit auf ein und
derselben Ebene dahinschwebt. Eingeleitet von einem jangelnden Gitarrenakkord,
unterlegt mit einem nur mit dem Besen gestrichenen Rhythmus. Die Gesangsstimme
eigentümlich unmoduliert und doch sehr gefühlvoll. Eine sacht gespielte
Trompete tritt hinzu, und im Mittelteil gibt es so was wie ein angedeutetes
Gitarrensolo, das aber nur aus einzelnen Tönen besteht. Der Parachute Song
klingt etwas dynamischer, wie wohl auch da eine entspannt verhaltene Atmosphäre
vorherrscht. Das Schlagzeug macht hier gegen Ende etwas Druck, und ein paar
Klanghölzer setzen einen hübschen Akzent. Außerhalb Finnlands wird man diese
Single wohl gar nicht finden. Dort kann man sie aber mit etwas Glück relativ
günstig in einem Second Hand Laden erwerben.

Ich kann mich gar nicht genau erinnern, wann und wie ich
Melrose kennen lernte. Auf jeden Fall war ich völlig fassungslos als ich dieses
Rock’n’Roll Trio zum ersten Mal live erlebte. Diese unglaubliche
Präsens, diese Kraft und Energie, diese Dynamik und Präzision zugleich! So
etwas hatte ich noch nie zuvor gehört oder gesehen. Ihre erste Single erschien
1985, und John Peel feierte sie als Wiedergeburt des Rock’n’Roll.
Das hier ist die zweite 7“45 der Band um den Gitarristen Tokela, der wie
nur wenige vor oder nach ihm mit seiner Gitarre eins wird beim Spielen. Melrose
ist ein Rock’n’Roll Trio, dessen Wurzeln sowohl im Rockabilly der
1950er Jahre als auch im Punk von 1977 liegen. „Rich Little Bitch“
galoppiert mit kaum verhohlener Aggressivität aus den Lautsprechern, springt
dich an, überrumpelt dich und lässt dich völlig atemlos und fasziniert zurück.
Die eigentliche A-Seite der Single „Gang War“ wirkt im ersten
Moment etwas gesitteter, das Tempo ist nicht ganz so atemlos schnell. Aber
schon der Titel und die Lyrics machen dir klar, dass es auch hier deutlich zur
Sache geht. Musikalisch immer kurz vor der Eruption ist dieser Vulkan aus
fetten exakt gespielten Drums (Dave Grohl könnte seinen Stil von Jami gelernt
haben), aus groovendem Slap-Bass und einer mal knapp abgestoppt, mal jaulend
verzerrt gespielten Gitarre, die oft wie mehrere zugleich klingt. Die originale
Trio Besetzung hielt leider nur zwei Jahre. Melrose gibt es jedoch immer noch.
Und live ist die Band nach wie vor ein Erlebnis, das man nicht verpassen
sollte. So ursprüngliche, vor Spielfreude und Ekstase strotzende Platten wie in
den ersten zwei Jahren hat die Band aber später leider nicht mehr hinbekommen.
Ihre erste Single ist sehr schwer zu finden. Diese hier ist nicht so selten und
sollte für 15-20 € zu erwerben sein.
The Nights
Of Iguana – Dry
Dies ist die wohl beste englischsprachige Single aus
Finnland, die ich kenne. Es handelt sich hier um das Debüt einer Band, die für
drei kurze Jahre die größte Hoffnung der finnischen Rockszene für den
internationalen Markt war. Ähnlich wie bei Hanoi Rocks lagen ihre Wurzeln, ihre
Vorbilder im 1970er Glam Rock, zum geringeren Teil auch in Punk und New Wave.
Aber die vier Musiker, die sich nach einem Theaterstück von Tennessee Williams
(1964 verfilmt von John Huston) benannten, hatten so viel mehr zu bieten.
„Sally Flesh“ erzählt die Geschichte des Gitarristen der
Vorgänger-Band Pin-Ups, die ebenso wie die Nights Of Iguana später in der
Boheme und Drogenszene Helsinkis zuhause war. Ein Song, eine Produktion, die
auch den Glimmer Twins zu Ehren gereicht hätte. Perfekt! Die A-Seite „Dry
Nancy“ setzt aber noch Einen drauf. Ein großartiges Riff, toller Song,
Spitzen-Refrain mit vielstimmigem Chor, klasse Break, spannender Zwischenteil,
ein unglaublich fette und gelungene Produktion. Dazu wurde das teuerste Video
in Finnland in den 80ern gedreht. Aber diese Band, diese Single rechtfertigt
alle Superlative! Leider ist die Gruppe nach nur zwei LPs und fünf Singles an
Drogen und Größenwahn zerbrochen. So sehr schwer zu finden dürfte die Single
nicht sein. Und viel mehr als 15-20 € dürfte sie auch nicht kosten.
Poverty
Stinks – I Wanna Be With You / It’s You (7“, CBS, 1989)
Die Band um den Songschreiber und Gitarristen Jarmo Laine
lernte ich 1988 kennen, nachdem er mir eine Testpressung ihrer ersten selbst
produzierten 7“EP geschickt hatte. Die beiden Songs dieser Single hier
befanden sich – in Urversionen – bereits darauf. Ein bisschen
dünner und schrammeliger klangen sie da. Manch einer wird das charmanter finden.
Allerdings ist dies hier der seltene Fall, dass eine etwas fettere Produktion,
von einem Major veranlasst, zu deutlich besseren Ergebnissen führt. Es ist
mitnichten so, dass der Charme der Songs und der Band hier verloren sind.
„I Wanna Be With You“ ist reinster Powerpop, der im Übrigen stark
an die frühen Hollies erinnert. Vortreffliche Harmonien, sauber jangelnde
Gitarrenlicks, und ein treibender Beat hinter einer tollen Ohrwurm-Melodie. Was
will man noch mehr? Die Wege von CBS und
der Band trennten sich trotzdem wieder nach dieser einen Single. Poverty Stinks
machten aber noch eine ganze Reihe Platten für verschiedene Labels und waren
bis nach Japan erfolgreich in der 90ern. Diese Single ist nun aber ob der
Umstände ihre seltenste und kaum zu finden. Keine Ahnung was man dafür zahlen
müsste, die Nachfrage ist aber sicher auch nicht gerade riesig.
Wanna Bees
– Little Bit Of Pleasure (Much More Pain) / Wild About You (7”, Gaga Goodies, 1988)
Mit dem Gitarristen der Wanna Bees verbindet mich nach wie
vor eine – wenn auch lockere – Freundschaft. 1990 war ich mit der
Band auf Deutschland Tournee, und ihr zweiter Longplayer erschien hierzulande
in meiner Verantwortung. Das hier ist die erste Single der Wanna Bees aus
Helsinki. Damals waren sie noch zu viert. Musikalisch sind sie von Punk der
Marke Ramones, von Glam Rock und von Pub Rock beeinflusst. „Little Bit Of
Pleasure“ ist ein Punk Pop Ohrwurm, den man so schnell nicht mehr aus den
Gehörwindungen bekommt. „Wild About You“ wirkt dagegen wie eine
hingerotzte Pub Rock Nummer, die Doctor Feelgood oder Eddie & The Hot Rods
gut ins Repertoire gepasst hätte. Die Single hier wird wohl nicht so leicht
aufzutreiben sein. Über Marktpreise kann ich nichts Sicheres sagen.
Mehr
Singles auf der ersten Seite,
auf der zweiten Seite, auf
der dritten Seite, auf der
vierten Seite, auf der fünften Seite und auf der sechsten Seite. Die folgenden
Charts sind aktualisiert auf Grundlage aller bislang besprochenen 7“45s.
Die Charts
01. The
Rolling Stones – Jumpin’ Jack Flash
02. The
Only Ones – Another Girl, Another Planet
03. Pink
Floyd – See Emily Play
04. The
Beach Boys – Good Vibrations
05. The
Byrds – Mr. Tambourine Man
06. The
Flamin’ Groovies – Shake Some Action
07. The
Rolling Stones – The Last Time
08.
09. The
Beatles – Strawberry Fields Forever /
10. The
Rolling Stones – Satisfaction
11. Tomorrow
– Revolution
12. Neil
McArthur – She’s Not There
13. Joy Division – Love Will Tear Us Apart
14. The
Shadows – Apache
15. Wah!
Heat – Better Scream
16. The
Beatles – Paperback Writer
17. The
Vogue – The Frozen Seas Of Io
18. The
Move – I Can Hear The Grass Grow
19. The
Adult Net – Edie
20. Wire
– Outdoor Miner
21. The
Times – Red With Purple Flashes
22. The
Squires – Going All The Way
23. Small
Faces –
24. The
Rolling Stones – Let’s Spend The Night Together
25. The
Yardbirds – Evil Hearted You
26. Jimi
Hendrix Experience – The Burning Of The Midnight Lamp
27. Spencer
Davis Group – Time Seller
28. Simon
Dupree and the Big Sound – Kites
29. The
Tornados – Telstar
30. Bob
Dylan – Like A Rolling Stone
31. Creedence
Clearwater Revival – Fortunate Son
32. The
Who – Pictures Of Lily
33. Nick
Nicely – Hilly Fields 1892 / 49 Cigars
34. Sonic’s
Rendezvous Band – City Slang
35. The
Monkees – I’m A Believer
36. The
Johnny Burnette Trio – The Train Kept A-Rollin’
37. Dolly
Mixture – Everything And More
38. The
Misunderstood – Children Of The Sun
39. Eddie
Cochran – Summertime Blues
40. The
Jam – That’s Entertainment
41. Shocking
Blue – Send Me A Postcard
42. The
Church – Unguarded Moment
43. The Nights Of Iguana – Dry
44. Pretenders – Kid
45. Curved
Air – Back Street Luv
46. Clearlake
– Winterlight
47. The
Droogs – Only Game In Town
48. The
Flamin’ Groovies – You Tore Me Down
49. Oasis
– Don’t Look Back In Anger
50. The Jam – Going Underground
51. The
Chills – Pink Frost
52. Ephemera
– Happy, Grateful, Aware
53. The
Seers – Lightning Strikes
54. Judy
Clay & William Bell – Private Number
55. Buddy
Holly – Peggy Sue
56. The
Libertines – What A Waster
57. Nurses
– D.Y.F.
58. Wipers
– Romeo
59. Richard
Harris – Mac Arthur Park
60. Droogs
– Collector’s Item
61. Nirvana
– Smells Like Teen Spirit
62. Bangles
– Hero Takes A Fall
63. Echo
and the Bunnymen – The Pictures On My Wall
64. The
Youngbloods – Get Together
65. Jimmy
Curtiss – Johnny Get Your Gun
66. The
Raconteurs . Steady, As She Goes
67. The
Kinks – Sunny Afternoon
68. The
Stems – At First Sight
69. The
Cowsills – The Rain, The Park & Other Things
70. Direct
Hits – Modesty Blaise
71. The
Smoke – My Friend Jack
72. The
Supremes – Love Is Here, And Now You’re Gone
73. The
Beach Boys – Wendy
74. The
Smiths – Heaven Knows I’m Miserable Now
75. The
Ones – Lady Greengrass
76. The
Bongos – Bulrushes
77. The
Boots – Gloria
78. The
Dentists – Strawberries Are Growing In My Garden (And It’s
Wintertime)
79. Squire
– My Mind Goes Round In Circles
80. The
Slickee Boys – Here To Stay
81. The
Syn – 14th Hour Technicolour Dream
82.
83. The
Grass Roots – Midnight Confessions
84. Virna
Lindt – Attention
85. The
Monks – Love Can Tame The Wild / He Went Down To The Sea
86. Edgar
Broughton Band – Hotel Room
87. Smokey
Robinson & The Miracles – The Tears Of A Clown
88. Joey
Dee & The Starliters – Ya Ya
89. The
Svensk – Dream Magazine
90. Eppu
Normaali – Puhtoinen lähiöni
91. The
Names – Why Can’t It Be
92. Adamo
– Inch Allah
93. Lemon
Tree – William Chalker’s Time Machine
94. Kursaal
Flyers – Little Does She Know
95. MC5
– Kick Out The Jams
96. The
Creation – Painter Man
97. The
Adverts – No Time To Be 21
98. Cosmic
Rough Riders – Baby, You’re So Free
99. The
Herd – From The Underworld
100.
The Teardrop Explodes –
Treason
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