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Letztes Update: 07. März 2010


Kicks on 45 ! – Die besten Singles aller Zeiten! – Teil 7

Angeregt durch ähnliche Aktivitäten im Leserforum des deutschen Rolling Stone habe ich mich entschlossen, hier nach und nach meine liebsten 7“45s vorzustellen. Mit Coverabbildung (soweit möglich) und mit einer meist kurzen Erläuterung zu der jeweiligen Single. Daraus wird eine All-time Top 100 Liste entstehen. Denn jedes Mal wenn ich hier neue Singles einstelle, werde ich sie auch in meine Bestenliste aufnehmen. Diese Liste wird wachsen und sich verändern. Und es werden, wenn 100 erreicht sind, auch wieder einzelne Singles rausfliegen.

Das hier ist die siebte Seite mit meinen 7“45 Favoriten. Los geht’s auf dieser Seite.

The Shadows – Apache / Quatermaster’s Stores (EMI Columbia, 1960)

Apache“Apache“ ist ja nun der Klassiker der instrumentalen Beatmusik schlechthin. Es war der erste Hit der Band unter dem Namen The Shadows, nachdem Hank Marvin, Bruce Welch, Jet Harris und Tony Meehan bereits als The Drifters die Backing Band des wohl besten britischen Rock’n’Roll Sängers damals waren, Cliff Richard. Nicht zuletzt durch The Shadows wurde diese Art von Instrumentalmusik enorm populär, und es schossen ähnliche Bands weltweit wie Pilze aus dem Boden. Ich glaube zum Sound von „Apache“ und anderen Aufnahmen der Shadows muss ich nicht allzu viel sagen. Typisch ist der klare, metallische, mitunter etwas verhallte Klang der elektrischen Gitarren. Im Gegensatz zum Surf wird hier aber der Vibratohebel weitgehend in Ruhe gelassen und auch Kompression und Reverb bleiben unangetastet. Die Komposition „Apache“ stammt von dem britischen Musiker Jerry Lordan, der zu der Melodie durch einen Burt Lancaster Film inspiriert wurde. „Apache“ wurde bis heute unzählige Male gecovert und gehört zum Standard Repertoire einer jeden Instrumentalcombo. Während The Shadows damit im UK und in Europa wochenlang erste Plätze belegten, erreichte der dänische Gitarrist Jörgen Ingman in den USA die Nummer 2 der Billboard Charts mit seiner Version von „Apache“, die etwas weicher und swingender klingt. The Shadows hatten bis ca. 1967 noch zahlreiche weitere Single Hits vor allem im UK, aber auch in Deutschland und Skandinavien, wo dieser Instrumentalsound ebenfalls äußerst beliebt war. Ich selbst wurde auf The Shadows erst 1967/68 aufmerksam, als mir bei einem Freund eine Greatest Hits LP der Band in die Hände fiel. Dieser für das Jahr 68 bereits sehr altmodisch und archaisch klingende Gitarrensound hatte es mir sofort angetan, und ich fing an Platten der Band zu kaufen, wann immer ich welche fand. Bis heute assoziiere ich mit dem Klang von „Apache“ und anderen Shadows Hits Vergangenheit, Ferne, Sehnsucht aber auch unbeschwerte Träume von Weite, Meer, unberührter Natur. „Quatermaster’s Stores“ wird als Traditional bezeichnet. Die Melodie geht wohl auf ein altes Soldatenlied aus dem ersten Weltkrieg zurück. Relativ schlicht und prägnant und natürlich hier vom typischen Gitarrensound geprägt. Das Cover dieser deutschen Single ist ziemlich albern. Man fand das in der Marketing Abteilung von EMI bestimmt originell und so schön passend zum Titel. Besonders rar und teuer ist die Single meines Wissens nicht. 

Ya YaJoey Dee And The Starliters – Ya Ya / Fanny Mae (Roulette, 1962)

Diese Single hörte ich zum ersten Mal irgendwann im Winter 1962/63 bei einer zehn Jahre älteren Cousine. Und schon als Neunjähriger war ich spontan von der schlichten und doch so lebendigen, aufregenden Nummer begeistert. Natürlich vergingen dann viele Jahre bis ich mich wieder dieser Single erinnerte, aber irgendwann in den 70er Jahren stach sie mir auf einem Berliner Flohmarkt ins Auge, und ich erleichterte meine Geldbörse um 50 Pfennige. Beide Tracks wurden live in der Peppermint Lounge in New York aufgenommen, wo Joey Dee & The Starliters damals quasi die Hausband waren. Joey Dee war Komponist des „Peppermint Twist“ und einer der Hauptvertreter dieser musikalischen Modewelle. „Ya Ya“ war 1961 ein R&B Hit für Lee Dorsey, der den Song auch zusammen mit Morris Levy und Clarence Lewis schrieb. Die Version von Joey Dee & The Starliters erschien in den USA zunächst nur im Rahmen einer Live LP. In Deutschland wurde „Ya Ya“ jedoch als Single veröffentlicht und erreichte Platz 4 der Charts. Der Song und auch Joey Dee und Band waren hier zu Lande offenbar enorm populär. Dem warmen Sound der Farfisa Orgel und dem flotten treibenden Rhythmus sowie dem repetitiven Charakter der Nummer kann man sich nur schwer entziehen. Gute Laune pur! Zwei Musiker der Starliters, Gene Cornish (g) und Felix Cavaliere (org), gründeten später The Young Rascals. „Ya Ya“ wurde auch immer mal wieder gecovert, u.a. vom Bremer Trio Gert Krawinkel, Stephan Remmler und Peter Behrens auf deren Debüt LP 1981. Die Single von Joey Dee & The Starliters ist nicht selten, in Top Zustand aber dann doch ihre 5-8 Euro wert.      

The Rolling Stones – The Last Time / Play With Fire (Decca, 1965)

The Last TimeMeine erste LP überhaupt war “Big Hits, High Tide, and Green Grass” von The Rolling Stones, ein (natürlich selbst ausgesuchtes) Geschenk zu meinem 14. Geburtstag im Oktober 1967. Die meisten Tracks darauf kannte ich vorher eigentlich nicht, denn sie wurden ja kaum noch im Radio gespielt, und mein Interesse an dieser Musik hatte sich erst ein knappes Jahr zuvor so langsam entwickelt. Bald jedoch kannte ich jeden Ton der Platte auswendig. Die originalen Singles habe ich mir erst sehr viel später so nach und nach zugelegt. Damals reichte mein Taschengeld ja nicht mal für die aktuellen großartigen Singles der Stones und anderer. „The Last Time“ war die erste UK Nummer 1 aus der Feder von Mick und Keith. Und wahrscheinlich war das auch der Punkt, an dem die Band sich so richtig etabliert hatte. Für mich war die Single lange Zeit eine unter vielen hervorragenden Stones Singles, aber keineswegs eine ihrer besten. Das hat sich erst in den letzten 10-15 Jahren geändert. Wenn ich heute dieses gefährlich dräuende Riff höre, das mich immer auch ein bisschen an eine Sirene erinnert, bekomme ich sofort eine Gänsehaut. Dieser Song, vor allem aber diese Aufnahme hat eine wirklich bemerkenswerte Ausstrahlung. Aufbruch, Energie, aber auch ein klein wenig Resignation und Verlust stecken da drin. Gefühle, die allein durch die Musik schon trefflich vermittelt werden. Die B-Seite ist von einem ähnlichen Kaliber und steht der A-Seite kaum nach. Natürlich kommt das hier verhaltener zum Ausdruck. Die Warnung ist jedoch nur allzu deutlich: „Don’t play with me, 'cause you play with fire.“ Genial instrumentiert mit akustischen Gitarren, einem verlorenen Tamburin und einer Art Spinett (oder was immer das ist). Dies hier ist eine holländische Ausgabe der Single. Genauso wie die deutsche Pressung nicht unbedingt selten, aber in Top Zustand erst ab ca. 25-30 Euro zu haben.

Mr. Tambourine ManThe Byrds – Mr. Tambourine Man / I Knew I’d Want You (CBS, 1965)

Auch eine Single, die ich erst zwei Jahre nach ihrem Erscheinen zum ersten Mal hörte. Aber auch hier war ich sofort hin und weg! Dieser klar klingelnde Sound der 12-saitigen Rickenbacker (nicht dass ich Marke und Saitenzahl damals hätte benennen können), der satte Basston, die wundervollen Harmoniegesänge – all das löste in mir ein warmes, wohliges Gefühl aus. Solche Musik empfand ich fast als überirdisch. Weder kannte ich Bob Dylan, noch wusste ich wer The Byrds eigentlich waren, aber diese Aufnahme nahm mich gefangen – imgrunde bis heute. Die Beschäftigung mit der Band, mit Folkrock und den Folgen kam erst später. So um die Mitte der 70er eigentlich erst. Da arbeitete ich das zumindest teilweise auf. Die Single kaufte ich auch erst um diese Zeit. Die ebenfalls großartige B-Seite aus der Feder von Gene Clark hörte ich da dann zum ersten Mal. Möglicherweise ein Grund dafür, dass diese Musik der Byrds und ihrer Ableger und Verwandten für mich immer irgendwie zeitlos geblieben ist. Ich höre sie sehr sehr gerne immer wieder, ohne mit ihr bestimmte Ereignisse oder Geschichten zu verbinden, wie das bei vielen anderen meiner Lieblingsplatten der Fall ist. Die Single wurde damals von CBS nur sehr zögerlich veröffentlicht, erreichte aber dann die Nummer 1 in den USA ebenso wie im UK und etablierte The Byrds als neue Pop Sensation. Diese deutsche Single ist in Top Zustand gar nicht so leicht zu finden. Mit ca. 20-25 Euro sollte man rechnen.

 

Like A Rolling StoneBob Dylan – Like A Rolling Stone / Gates Of Eden (CBS, 1965)

Bob Dylan war noch bis weit in die 70er imgrunde ein Unbekannter für mich. Dass einige tolle Pop Singles, die ich schon damals sehr liebte, von ihm geschrieben wurden, wusste ich genauso wenig, wie ich seine Bedeutung für die Entwicklung der Popmusik in den Sixties kannte. Meine erste und lange Zeit letzte Dylan Platte war die Single „Lay Lady Lay“, die ich im Sommer 1969 gekauft hatte. Erst im Zuge meiner Aufarbeitung der für mich noch unbekannten Sixties, des Folkrocks und Country Rocks, lernte ich Dylan näher kennen. Etliche seiner frühen LPs kaufte ich aber auch erst in den 90er Jahren. Insofern fehlt mir ein bisschen auch die Erfahrung, die andere mit dieser Single hier beim ersten Hören im Jahr 1965 machten. Als ich „Like A Rolling Stone“ zum ersten Mal hörte, hatte ich bereits mehrere Artikel über Dylan und diese Platte gelesen. Ich war also nicht mehr unvoreingenommen oder überrascht. Beeindruckt war ich schon. Und bis heute bin ich immer wieder beeindruckt von der schieren Kraft und Ausstrahlung dieses Songs und dieser Aufnahme. Was mir ein bisschen fehlt, das ist eine emotionale Bindung, wie ich sie bei anderen Singles empfinde. Auch die B-Seite „Gates Of Eden“ hat eine sehr starke Ausstrahlung. In gewisser Weise befällt mich da ein ehrfürchtiges Gefühl beim Hören. Die Interpretationen und Erklärungen überlasse ich den Dylanologen. Ich erfreue mich einfach an der Musik und ihrer Wirkung auf mich. Diese Single hier kaufte ich erst vor wenigen Jahren. Knapp 20 Euro hat sie gekostet.    

 

Good VibrationsThe Beach Boys – Good Vibrations / Let’s Go Away For Awhile (Capitol, 1966)  

Für viele Kritiker aber auch ganz “normale” Musikhörer ist dies die beste Single aller Zeiten. Aber das ist „Like A Rolling Stone“ für ebenso viele andere auch. Für mich ist es keine der beiden, obwohl ich sie beide sehr schätze und für absolut großartig halte. „Good Vibrations“ ist m.E. Brian Wilsons Meisterstück. Purer Pop, ein wenig psychedelische Exaltiertheit, eine wundervolle Melodie, eine fast klassische Erhabenheit im Klang und Arrangement. Good Vibrations eben im ganz wörtlichen Sinn. Eine kleine Pop Symphonie in zwei Minuten und 34 Sekunden. Unglaublich! Auch diese Aufnahme hinterließ einen mächtigen Eindruck bei mir, als ich sie im Sommer 1967 zum ersten Mal hörte. Trotzdem sollte es noch ein paar Jahre dauern, bis ich mir die Single kaufte und mich auch mit den anderen Aufnahmen Brian Wilsons aus jenen Monaten des Jahres 1966 näher beschäftigte. Zu viele andere aktuellere Singles nahmen meine Aufmerksamkeit in Anspruch. Heute ist für mich „Good Vibrations“ die beste Beach Boys Single überhaupt und die neben „Heroes And Villains“ stimmigste Aufnahme aus diesen unglücklichen Smile Sessions. Auch die B-Seite „Let’s Go Away For Awhile“ ist sehr schöner atmosphärischer Sunshine Pop, eine Spur zu viel Atmosphäre und zu wenig Song vielleicht. „Good Vibrations“ war eine Nummer 1 auf beiden Seiten des Atlantik, in Deutschland ist die Single immerhin bis Platz 8 der Charts geklettert. Sie dürfte relativ leicht zu finden sein für Preise um die 15-20 Euro, denke ich. 

 

Bauhaus – She’s In Parties / Departure (Beggar’s Banquet, 1983)

She's In PartiesDie Band um Peter Murphy (vocals) und Daniel Ash (guitar) gilt heute als Wegbereiter des Gothic Rock. Gegründet wurde die Kapelle 1978 in Northampton als Bauhaus 1919. Ihre erste Veröffentlichung war eine 12“ auf Small Wonder Records mit dem 9-minütigen „Bela Lugosi’s Dead“ im Jahr 1979. Die Jahreszahl 1919 war da bereits wieder aus dem Bandnamen verschwunden. Aber dieser getragene, düstere Sound sollte das Markenzeichen der Gruppe bis zu ihrer Auflösung im Sommer 1983 bleiben. „She’s In Parties“ ist die elfte und letzte Single der Band. Zugleich ist es auch nach „Ziggy Stardust“ (1982, Platz 15) die zweiterfolgreichste Single, die immerhin Platz 26 der britischen Charts erreichte. Neben „Bela Lugosi’s Dead“ ist es mein Favorit aus dem Oeuvre von Bauhaus. Der Bandname ist der deutschen Kunst und Architektur Bewegung gleichen Namens aus den 1920er Jahren entlehnt. Eigentlich ziemlich erstaunlich, denn der relativ klare und nüchterne Bauhaus Stil findet in dieser eher beklommen geheimnisvoll wirkenden Musik m.E. so gar keine Entsprechung. Murphy pflegt so eine Art Sprechgesang, der aber durch viel Hall und andere Effekte verfremdet wird. Die Musik mit ihren stoischen Basslinien, Phasing, Flanging und rückwärts gespielten Tapes stellt für mich durchaus eine Art Fortführung des Psychedelic Sounds der späten Sixties dar. Allerdings kommt ebenso jede Menge Elektronik zum Zuge, so dass – vor allem bei der Flipside „Departure“ hier – auch The United States Of America sowie The White Noise als Paten infrage kommen. Bis auf die beiden Singles (die erste und die letzte) besitze ich keine weiteren Tonträger der Band, wie mir auch generell der so genannte Gothic Rock eher fremd geblieben ist. Diese Single hier dürfte nicht so schwer aufzutreiben sein. Sie ist sowohl als 7“ wie auch als 12“ (mit einem zusätzlichen Track) erschienen.

Ricky's HandFad Gadget – Ricky’s Hand / Handshake (Mute Records, 1980)

Eine der besten Elektro Pop Singles aller Zeiten ist diese zweite 7“ von Frank Tovey a.k.a. Fad Gadget. Auf dem Sleeve wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass außer den menschlichen Stimmen nur synthetisch erzeugte Klänge zu hören sind. Neben diversen Synthesizern kamen dabei auch verschiedene elektrische Bohrmaschinen zum Einsatz. Mute Label Gründer Daniel Miller wirkte bei der Aufnahme ebenfalls mit. Der Song selbst ist eine sardonische Schilderung der Folgen von Alkohol am Steuer. Dabei sowohl lyrisch wie musikalisch äußerst schlicht und effektiv. Für die Diskothek ist die Single perfekt geeignet. Sehr perkussiv und absolut tanzbar. Die Melodie ist ein echter Ohrwurm, der einem nicht so schnell wieder aus dem Kopf geht. Übrigens hat die Musik hier durchaus auch so etwas Gothic Artiges wie die Musik von Bauhaus. Die verfremdete weibliche Stimme kurz vor dem Ende wirkt sowohl diabolisch wie engelsgleich. Auf der Rückseite gibt es einen Remix der A-Seite ohne den Gesang. Und der Titel „Handshake“ erfährt durch den Cartoon auf der Rückseite des Sleeves eine besondere Interpretation. Dort wird nämlich die Herstellung eines Milkshakes in einem Elektromixer mit recht blutigem Resultat dargestellt. Die Single dürfte nicht so ganz leicht zu finden sein, denn ein großer Erfolg war ihr nicht beschieden. Was man investieren muss dafür, kann ich nicht sagen. Ich habe meine damals gleich nach Erscheinen gekauft.

 

Fa Cé LaThe Feelies – Fa Cé La / Raised Eyebrows (Rough Trade, 1979)

Wie soll man die Musik bloß bezeichnen, die The Feelies aus New Jersey hier machen? New Wave? – Die kam eigentlich eher aus dem UK und war 1979 schon gar nicht mehr so „new“. Post Punk? – Mit diesem Begriff konnte ich nie viel anfangen. Aber ok, wenn das einfach nur „nach Punk“ bedeuten soll, dann ist es so zutreffend wie nichtssagend. College Rock? – Diese Bezeichnung für neue Gitarrenmusik kam doch erst später in den 80ern in den USA auf, und sie ist natürlich ebenso schwammig und vernebelnd wie Indie Rock. Auf alle Fälle spielen die Jungs auf ihrer ersten 7“ hier so unbekümmert und erfrischend drauflos, wie es damals eben vor allem junge Punk Bands taten. Allerdings ist ihre Musik eine Spur zu intellektuell, um als Punk durchzugehen. Zu leicht und locker ist sie auch. The Bongos, die ja gleich um die Ecke wohnten in New Jersey, musizierten ganz ähnlich seinerzeit. Glenn Mercer und Bill Million gingen wohl noch eine Spur wagemutiger zu Werke als Richard Barone & Co., oder sagen wir unbeleckter, freier. The Feelies trafen vor allem im UK und in Europa auf offene Ohren, wie viele ihrer musikalisch innovativen Landsleute damals. Allerdings blieb dieser Erfolg immer ein eher bescheidener. Die Single Version von „Fa Cé La“ ist übrigens eine andere als die auf dem Debütalbum „Crazy Rhythms“ ein Jahr später. Das Album klingt bereits „produziert“, ist aber dennoch uneingeschränkt zu empfehlen. Der Charme des beiläufigen Geniestreichs gebührt jedoch der Single! Sie ist sicher nicht sehr häufig, aber auch nicht unauffindbar. Zu Preisen kann ich nichts sagen. Meine drehte sich schon 1979 auf meinem Plattenteller. 

 

Love Will Tear Us ApartJoy Division – Love Will Tear Us Apart / These Days (Factory, 1980)

Gänsehaut bekomme ich sofort, wenn ich diese Single (nach langer Zeit mal wieder) auflege. Was soll ich dazu groß schreiben? Die Geschichte von Joy Division ist bekannt. Die Geschichte dieser Single bzw. ihre Historie auch. Es ist die Single des Jahres 1980 und eine der besten des ganzen Jahrzehnts, ja eine der besten aller Zeiten. Dieses Eingangsriff der Akustikgitarre, der treibende unstete Rhythmus, die schwellenden Synthi-Teppiche, vor allem aber der warme und doch tieftraurige Gesang von Ian Curtis, das alles ist absolut endgültig. So und nicht anders klingt es, wenn man von Liebeskummer zerrissen wird. Dreht man die Single um, dann erklingen für Joy Division Verhältnisse recht locker unbeschwerte Töne. Dieser Synthi Effekt erinnert mich an den wabernden Krug der 13th Floor Elevators. Und dann gibt es da noch eine etwas druckvollere, aber irgendwie auch gehetztere Version von „Love Will Tear Us Apart“. Finger weg übrigens von allen neueren Remixen. Und die verschiedenen Coverversionen des Songs haben m.E. vor allem akademischen Wert. Heranreichen an das Original kann keine. Die Single war ob der makabren Umstände der größte Erfolg der Band. Und so wird ein Original auch nicht allzu schwer oder teuer zu finden sein. Was die Herren Sumner, Hook und Morris dann nach Ians Tod unter dem Namen New Order machten, hat mich nie sonderlich tangiert.  

 

 

Going UndergroundThe Jam – Going Underground / Dreams Of Children (Polydor, 1980)

Dies war die erste Nummer Eins der Band in den britischen Charts. Ok, eine schlechte Single von The Jam gibt es sowieso nicht. Doch ist diese Double-A-Side tatsächlich eine ihrer besten! „Going Underground“ ist vielleicht der etwas eingängigere Song, eine Aufnahme, die einen auf der Stelle mitreißt, die schnell zum Mitsingen animiert. Auch hier beweist Paul Weller sein feines Gespür für grandiose Melodien, die Band präsentiert den Song absolut überzeugend, und Wellers Text ist ein treffender Kommentar zur aktuellen Tagespolitik im UK. Das musste ein Hit werden! „Dreams Of Children“ überzeugt letztlich ebenso. Jedoch mehr durch die gekonnten Anleihen bei Spätsechziger Mod und Artpop. Der Song ist gut, braucht aber ein paar Durchläufe, um beim Hörer anzukommen und sich festzusetzen. The Jam waren zu jener Zeit auf dem Höhepunkt ihrer Kreativität und ihres Erfolgs. Alle Jam Singles sind im Prinzip nicht sehr selten oder schwer zu finden. Für ein ladenneues Exemplar muss man jedoch etwas mehr als den damaligen Neupreis von 2-3 € einplanen.        

 

 

KidPretenders – Kid / Tattooed Love Boys (Real Records, 1979)

Chrissie Hynde verließ 1973 ihre Heimatstadt Akron im US-Bundesstaat Ohio, um in London zu leben, als Musikjournalistin zu arbeiten und auch selbst Musik zu machen. Mit den Pretenders, die im Zuge von Punk und New Wave 1978 einen Plattenvertrag beim von Warner gesponserten Label Real Records bekamen, gelang ihr der entscheidende Durchbruch. Die Musik der Band, deren Songs fast ausschließlich von Miss Hynde geschrieben wurden, hatte weder damals noch später wirklich etwas mit Punk oder New Wave zu tun. Es ist einfach tolle, Gitarren dominierte, melodische, an Powerpop geschulte Popmusik. „Kid“ war die zweite Single der Band nachdem sie mit einer sehr gelungenen und zeitgemäßen Coverversion des Kinks / Ray Davies Songs „Stop Your Sobbing“ zu Beginn des Jahres 1979 ihre Marke gesetzt hatten. „Kid“ ist m.E. einer der schönsten Songs über Kinder überhaupt. Und dabei hatte Chrissie als sie ihn schrieb selbst noch gar keine. Der Text ist einfühlsam und liebevoll, die Musik dazu schmeichelt sich ins Ohr, ohne dabei irgendwie plump oder kitschig zu wirken. Viel trägt dazu das phantastische Arrangement der Aufnahme bei mit den großartigen Riffs und Licks der Rickenbacker Gitarre, einer dezenten Farfisa Orgel und einer äußerst gelungenen packenden Rhythmik. Und Chrissies Stimme ist natürlich unvergleichlich! Auch die B-Seite der Single ist toll! Eine junge Britband würde für so einen Song heutzutage alles geben! Die Singles der Pretenders sind alle nicht sehr selten, aber vielleicht auch nicht gerade für’n Appel und Ei zu haben.    

22 Pistepirkko – Hong Kong King / Hank’s T.V. Set (7”, Euros, 1987)

Hong Kong KingDas Trio 22 Pistepirkko ist seit mittlerweile 30 Jahren zusammen. Obwohl die Band nie erste Hitparadenplätze belegte, ist sie in ihrer Heimat inzwischen so etwas wie eine Institution. Und auch international genießen die drei Musiker zumindest Kultstatus. Vor allem in Frankreich und Deutschland gibt es eine kleine aber treue Fangemeinde. Nachdem die Band 1982 einen Nachwuchswettbewerb in Finnland gewann, erschien im folgenden Jahr eine Platte in finnischer Sprache, die musikalisch Ähnlichkeit mit den Werken der frühen unabhängigen ndW aufweist. Von der Kritik und den Medien in Finnland nicht ernst genommen, zogen sich die Jungs zurück in ihre Scheune (in Finnland der Garagen Ersatz) und spielten sämtliche Beach Boys und Ramones Platten und Pebbles Sampler nach, derer sie habhaft wurden. 1986 reüssierten sie dann mit einer 7“ EP auf eigenem Label und in einem Sound, der genau diese Einflüsse verarbeitete. Ein Jahr später erschien diese Single hier. Alles, was den originellen und immer wieder erkennbaren Stil der Band bis heute ausmacht, ist hier bereits vorhanden. Ein scheppernder primitiver Bo Diddley Rhythmus, eine quietschende quäkende Orgel, die näselnde, leicht asthmatische Stimme des älteren Keränen Bruders PK und eine von überraschenden Wendungen geprägte Melodie. Die Musik hat sowohl etwas Primitives an Sixties Garage Erinnerndes, wie auch etwas Exotisches, das durch Hall und den unkonventionellen Einsatz diverser Schlaginstrumente entsteht. Die Band hat ihren Stil über die Jahre verfeinert und mit neuen Zutaten angereichert, auch ist das Songwriting zum Teil viel komplexer geworden. Aber im Prinzip ist diese Single hier die Grundlage all dessen, was später kam. Auf der Flipside hört man ein Instrumental, das durchaus als Titelmusik eines Western B-Movie durchginge. Die Single ist selbst in Finnland nicht leicht zu finden und in Topzustand gut und gerne ihre 30-40 € wert.

Livin' DropsLivin’ Drops – Hummin’ Bird / The Parachute Song (7“, AB Loved, 1989)

Dies ist die einzige Veröffentlichung des finnischen Musikers J.K. Lappalainen unter dem Namen Livin’ Drops. Ja es ist vermutlich seine einzige Veröffentlichung überhaupt. Besonders „Hummin’ Bird“ ist schlicht großartig. Ein sehr atmosphärischer filigraner Track, der eigentlich die ganze Zeit auf ein und derselben Ebene dahinschwebt. Eingeleitet von einem jangelnden Gitarrenakkord, unterlegt mit einem nur mit dem Besen gestrichenen Rhythmus. Die Gesangsstimme eigentümlich unmoduliert und doch sehr gefühlvoll. Eine sacht gespielte Trompete tritt hinzu, und im Mittelteil gibt es so was wie ein angedeutetes Gitarrensolo, das aber nur aus einzelnen Tönen besteht. Der Parachute Song klingt etwas dynamischer, wie wohl auch da eine entspannt verhaltene Atmosphäre vorherrscht. Das Schlagzeug macht hier gegen Ende etwas Druck, und ein paar Klanghölzer setzen einen hübschen Akzent. Außerhalb Finnlands wird man diese Single wohl gar nicht finden. Dort kann man sie aber mit etwas Glück relativ günstig in einem Second Hand Laden erwerben.

 

 

 

 

MelroseMelrose – Gang War / Rich Little Bitch (7”, Electric Kid Records, 1986)

Ich kann mich gar nicht genau erinnern, wann und wie ich Melrose kennen lernte. Auf jeden Fall war ich völlig fassungslos als ich dieses Rock’n’Roll Trio zum ersten Mal live erlebte. Diese unglaubliche Präsens, diese Kraft und Energie, diese Dynamik und Präzision zugleich! So etwas hatte ich noch nie zuvor gehört oder gesehen. Ihre erste Single erschien 1985, und John Peel feierte sie als Wiedergeburt des Rock’n’Roll. Das hier ist die zweite 7“45 der Band um den Gitarristen Tokela, der wie nur wenige vor oder nach ihm mit seiner Gitarre eins wird beim Spielen. Melrose ist ein Rock’n’Roll Trio, dessen Wurzeln sowohl im Rockabilly der 1950er Jahre als auch im Punk von 1977 liegen. „Rich Little Bitch“ galoppiert mit kaum verhohlener Aggressivität aus den Lautsprechern, springt dich an, überrumpelt dich und lässt dich völlig atemlos und fasziniert zurück. Die eigentliche A-Seite der Single „Gang War“ wirkt im ersten Moment etwas gesitteter, das Tempo ist nicht ganz so atemlos schnell. Aber schon der Titel und die Lyrics machen dir klar, dass es auch hier deutlich zur Sache geht. Musikalisch immer kurz vor der Eruption ist dieser Vulkan aus fetten exakt gespielten Drums (Dave Grohl könnte seinen Stil von Jami gelernt haben), aus groovendem Slap-Bass und einer mal knapp abgestoppt, mal jaulend verzerrt gespielten Gitarre, die oft wie mehrere zugleich klingt. Die originale Trio Besetzung hielt leider nur zwei Jahre. Melrose gibt es jedoch immer noch. Und live ist die Band nach wie vor ein Erlebnis, das man nicht verpassen sollte. So ursprüngliche, vor Spielfreude und Ekstase strotzende Platten wie in den ersten zwei Jahren hat die Band aber später leider nicht mehr hinbekommen. Ihre erste Single ist sehr schwer zu finden. Diese hier ist nicht so selten und sollte für 15-20 € zu erwerben sein.

Dry NancyThe Nights Of Iguana – Dry Nancy / Sally Flesh (7“, Poko Rekords, 1986)

Dies ist die wohl beste englischsprachige Single aus Finnland, die ich kenne. Es handelt sich hier um das Debüt einer Band, die für drei kurze Jahre die größte Hoffnung der finnischen Rockszene für den internationalen Markt war. Ähnlich wie bei Hanoi Rocks lagen ihre Wurzeln, ihre Vorbilder im 1970er Glam Rock, zum geringeren Teil auch in Punk und New Wave. Aber die vier Musiker, die sich nach einem Theaterstück von Tennessee Williams (1964 verfilmt von John Huston) benannten, hatten so viel mehr zu bieten. „Sally Flesh“ erzählt die Geschichte des Gitarristen der Vorgänger-Band Pin-Ups, die ebenso wie die Nights Of Iguana später in der Boheme und Drogenszene Helsinkis zuhause war. Ein Song, eine Produktion, die auch den Glimmer Twins zu Ehren gereicht hätte. Perfekt! Die A-Seite „Dry Nancy“ setzt aber noch Einen drauf. Ein großartiges Riff, toller Song, Spitzen-Refrain mit vielstimmigem Chor, klasse Break, spannender Zwischenteil, ein unglaublich fette und gelungene Produktion. Dazu wurde das teuerste Video in Finnland in den 80ern gedreht. Aber diese Band, diese Single rechtfertigt alle Superlative! Leider ist die Gruppe nach nur zwei LPs und fünf Singles an Drogen und Größenwahn zerbrochen. So sehr schwer zu finden dürfte die Single nicht sein. Und viel mehr als 15-20 € dürfte sie auch nicht kosten.

 

 

Poverty StinksPoverty Stinks – I Wanna Be With You / It’s You (7“, CBS, 1989)

Die Band um den Songschreiber und Gitarristen Jarmo Laine lernte ich 1988 kennen, nachdem er mir eine Testpressung ihrer ersten selbst produzierten 7“EP geschickt hatte. Die beiden Songs dieser Single hier befanden sich – in Urversionen – bereits darauf. Ein bisschen dünner und schrammeliger klangen sie da. Manch einer wird das charmanter finden. Allerdings ist dies hier der seltene Fall, dass eine etwas fettere Produktion, von einem Major veranlasst, zu deutlich besseren Ergebnissen führt. Es ist mitnichten so, dass der Charme der Songs und der Band hier verloren sind. „I Wanna Be With You“ ist reinster Powerpop, der im Übrigen stark an die frühen Hollies erinnert. Vortreffliche Harmonien, sauber jangelnde Gitarrenlicks, und ein treibender Beat hinter einer tollen Ohrwurm-Melodie. Was will man noch mehr?  Die Wege von CBS und der Band trennten sich trotzdem wieder nach dieser einen Single. Poverty Stinks machten aber noch eine ganze Reihe Platten für verschiedene Labels und waren bis nach Japan erfolgreich in der 90ern. Diese Single ist nun aber ob der Umstände ihre seltenste und kaum zu finden. Keine Ahnung was man dafür zahlen müsste, die Nachfrage ist aber sicher auch nicht gerade riesig.

 

 

 

Wanna BeesWanna Bees – Little Bit Of Pleasure (Much More Pain) / Wild About You (7”, Gaga Goodies, 1988)

Mit dem Gitarristen der Wanna Bees verbindet mich nach wie vor eine – wenn auch lockere – Freundschaft. 1990 war ich mit der Band auf Deutschland Tournee, und ihr zweiter Longplayer erschien hierzulande in meiner Verantwortung. Das hier ist die erste Single der Wanna Bees aus Helsinki. Damals waren sie noch zu viert. Musikalisch sind sie von Punk der Marke Ramones, von Glam Rock und von Pub Rock beeinflusst. „Little Bit Of Pleasure“ ist ein Punk Pop Ohrwurm, den man so schnell nicht mehr aus den Gehörwindungen bekommt. „Wild About You“ wirkt dagegen wie eine hingerotzte Pub Rock Nummer, die Doctor Feelgood oder Eddie & The Hot Rods gut ins Repertoire gepasst hätte. Die Single hier wird wohl nicht so leicht aufzutreiben sein. Über Marktpreise kann ich nichts Sicheres sagen.

 

 

 

 

 

Mehr Singles auf der ersten Seite, auf der zweiten Seite, auf der dritten Seite, auf der vierten Seite, auf der fünften Seite und auf der sechsten Seite. Die folgenden Charts sind aktualisiert auf Grundlage aller bislang besprochenen 7“45s.

Die Charts

01.   The Rolling Stones – Jumpin’ Jack Flash

02.   The Only Ones – Another Girl, Another Planet

03.   Pink Floyd – See Emily Play

04.   The Beach Boys – Good Vibrations

05.   The Byrds – Mr. Tambourine Man

06.   The Flamin’ Groovies – Shake Some Action

07.   The Rolling Stones – The Last Time

08.   Jefferson Airplane – White Rabbit

09.   The Beatles – Strawberry Fields Forever / Penny Lane

10.   The Rolling Stones – Satisfaction

11.   Tomorrow – Revolution

12.   Neil McArthur – She’s Not There 

13.   Joy Division – Love Will Tear Us Apart

14.   The Shadows – Apache

15.   Wah! Heat – Better Scream

16.   The Beatles – Paperback Writer

17.   The Vogue – The Frozen Seas Of Io

18.   The Move – I Can Hear The Grass Grow

19.   The Adult Net – Edie

20.   Wire – Outdoor Miner

21.   The Times – Red With Purple Flashes

22.   The Squires – Going All The Way

23.   Small Faces – Itchycoo Park

24.   The Rolling Stones – Let’s Spend The Night Together

25.   The Yardbirds – Evil Hearted You

26.   Jimi Hendrix Experience – The Burning Of The Midnight Lamp

27.   Spencer Davis Group – Time Seller

28.   Simon Dupree and the Big Sound – Kites 

29.   The Tornados – Telstar

30.   Bob Dylan – Like A Rolling Stone

31.   Creedence Clearwater Revival – Fortunate Son

32.   The Who – Pictures Of Lily

33.   Nick Nicely – Hilly Fields 1892 / 49 Cigars

34.   Sonic’s Rendezvous Band – City Slang

35.   The Monkees – I’m A Believer

36.   The Johnny Burnette Trio – The Train Kept A-Rollin’

37.   Dolly Mixture – Everything And More

38.   The Misunderstood – Children Of The Sun

39.   Eddie Cochran – Summertime Blues

40.   The Jam – That’s Entertainment

41.   Shocking Blue – Send Me A Postcard

42.   The Church – Unguarded Moment

43.   The Nights Of Iguana – Dry Nancy

44.   Pretenders – Kid

45.   Curved Air – Back Street Luv

46.   Clearlake – Winterlight

47.   The Droogs – Only Game In Town

48.   The Flamin’ Groovies – You Tore Me Down

49.   Oasis – Don’t Look Back In Anger

50.   The Jam – Going Underground

51.   The Chills – Pink Frost

52.   Ephemera – Happy, Grateful, Aware

53.   The Seers – Lightning Strikes

54.   Judy Clay & William Bell – Private Number

55.   Buddy Holly – Peggy Sue

56.   The Libertines – What A Waster

57.   Nurses – D.Y.F.

58.   Wipers – Romeo

59.   Richard Harris – Mac Arthur Park

60.   Droogs – Collector’s Item

61.   Nirvana – Smells Like Teen Spirit

62.   Bangles – Hero Takes A Fall

63.   Echo and the Bunnymen – The Pictures On My Wall

64.   The Youngbloods – Get Together

65.   Jimmy Curtiss – Johnny Get Your Gun

66.   The Raconteurs . Steady, As She Goes

67.   The Kinks – Sunny Afternoon

68.   The Stems – At First Sight

69.   The Cowsills – The Rain, The Park & Other Things

70.   Direct Hits – Modesty Blaise

71.   The Smoke – My Friend Jack

72.   The Supremes – Love Is Here, And Now You’re Gone

73.   The Beach Boys – Wendy

74.   The Smiths – Heaven Knows I’m Miserable Now

75.   The Ones – Lady Greengrass

76.   The Bongos – Bulrushes

77.   The Boots – Gloria

78.   The Dentists – Strawberries Are Growing In My Garden (And It’s Wintertime)

79.   Squire – My Mind Goes Round In Circles

80.   The Slickee Boys – Here To Stay

81.   The Syn – 14th Hour Technicolour Dream

82.   Melrose – Gang War

83.   The Grass Roots – Midnight Confessions

84.   Virna Lindt – Attention Stockholm

85.   The Monks – Love Can Tame The Wild / He Went Down To The Sea

86.   Edgar Broughton Band – Hotel Room

87.   Smokey Robinson & The Miracles – The Tears Of A Clown

88.   Joey Dee & The Starliters – Ya Ya

89.   The Svensk – Dream Magazine

90.   Eppu Normaali – Puhtoinen lähiöni 

91.   The Names – Why Can’t It Be

92.   Adamo – Inch Allah

93.   Lemon Tree – William Chalker’s Time Machine

94.   Kursaal Flyers – Little Does She Know

95.   MC5 – Kick Out The Jams

96.   The Creation – Painter Man

97.   The Adverts – No Time To Be 21

98.   Cosmic Rough Riders – Baby, You’re So Free

99.   The Herd – From The Underworld

100.                       The Teardrop Explodes – Treason

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