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Label Katalog Teil 2 (1991-1992)
Dies ist eine Liste der
Veröffentlichungen auf Twang! und assoziierten Labels in chronologischer
Reihenfolge. Die Angaben folgen dem Schema: Artist - Titel - bei LP auch
Einzeltitel (Format, Bestellnummer, VÖ Datum, Auflage) - Kurzbeschreibung. Die
Katalognummern der Langspieltonträger sind schlicht fortlaufend vergeben. Warum
ich allerdings mit TLP 5891 begonnen habe, wird nicht verraten. Die Nummern der
Singles haben, zwar nicht immer aber doch in den meisten Fällen, eine
Bedeutung. Wer die Bedeutung aller Single Bestellnummern rausfindet, bekommt
alle noch lieferbaren Twang! Platten sowie ein Abo auf künftige Releases auf
Lebenszeit! Kleiner Tip: die Nummern der Sozialversicherung basieren auf einem
ähnlichen Prinzip.
Die meisten Tonträger sind
vergriffen und werden nicht mehr hergestellt. Noch lieferbare Titel findet man
in meinem Mail Order Katalog. Wenn Songtitel hier blau erscheinen
kann man durch Draufklicken auch reinhören.
Wanna
Bees - Stand Up
/bw Mainstream (Rosebud 7", rose 2, 02/91, ca. 1000)
Eine Co-Produktion mit Gaga
Goodies in Finnland, die den zeitweilig sehr harten kompromisslosen Sound der
inzwischen zum Trio
geschrumpften Band gut wiedergibt.
Mudhoney lassen grüßen. Aber die Songs sind immer noch absolut catchy!
Peter Subway - Andy Warhol / San Diego Blues
/bw Remember / Wake Up On A Sunday (Twang 7", TS 220 287, 06/91, ca.
500)
Anfangs ist er mit seiner Gitarre
in U-Bahnhöfen und -zügen aufgetreten. Daher der Name. Diese EP hat er z.T.
allein z.T. mit der Band Barking Fish eingespielt. Peters Musik klingt nach
Jemandem, der mit The Jam und The Cure aufgewachsen ist. Inzwischen gibt es
zwei CD Longplayer des nach wie vor aktiven Mr. Subway. Live spielt er übrigens
zusammen mit Markus Ekert, dem früheren Leadgitarristen von High Jinks. So
schließen sich Kreise.

Lemonbabies
- Fresh'n'Fizzy (Seite 1: Maybe Someday / No No No
No - Seite 2: Peanut Butter / Stay With Me / Telephone) (Twang! 7", TS 100 000, 10/91, 1055)
Über die Lemonbabies gibt
es an anderer Stelle reichlich Infos. Deshalb nur noch mal der Hinweis: diese
Platte ist restlos vergriffen! Selbst Angebote im dreistelligen Bereich zaubern
kein Exemplar mehr hervor. Aber vielleicht gibt es eines schönen Tages
"Die Lemonbabies früher" mit allen Kultsongs und Kuriositäten.
The Beat Godivas - You Know What Hot Means...
(Seite 1: Dedicated K. / Music And Audience - Seite 2: Still Four Years / I
Can't Even Guess) (Twang! 7", TS 150 391, 10/91, ca. 600)
Trotz des Namens haben diese
Berliner mit dem britischen Beat der 60er Jahre gar nicht viel zu tun. Ihre
musikalischen Anregungen finden sie
eher in Hoboken, New Jersey oder
Athens, Georgia, in den 80er Jahren.
The What...For! - Out
In The Rain / Rotkarierte Petersilie /bw How I Feel /
Say Alright (Twang! 7",
TS 280989, 10/91, ca. 1000, die Hälfte davon in weißem Vinyl)
Leider war dies schon die
letzte Veröffentlichung der Berliner Beat Legende. Ausser dieser EP und der LP
auf Twang! gibt es noch eine erste EP auf Miss-Take Records und ein paar
Beiträge zu Compilations. Ob das Gesamtwerk der Jungs in absehbarer Zeit auf
einer CD zusammengetragen wird, hängt nicht zuletzt von der Nachfrage des
Publikums ab.
The
Choice - It's Time To Make The Choice Right Now! (Seite
1: Hawaii 5-0 / I Gave You An Inch / Cryin' / She Just Satisfies / Don't Crowd
Me / Right Now / Caveman / I'm Not Like Everybody Else - Seite 2: Glendora /
Cryin' Shame / That's Alright / It's Cold Outside / Pushover / Nothin' Remains
/ Miles (Twang! LP, TLP 5896, 03/92, ca. 500)
Eine Garagen Combo aus
Göttingen, deren Sound absolut authentisch rüber kommt. So'ne Mischung aus
britischem R&B, kalifornischem Acid Punk und Spätsechziger Detroit Rock. Live
war die Band nicht schlecht, aber der optische Eindruck war eher der einer 70er
Schweinerock Combo. Ich weiß ehrlich
nicht, wer die ganzen LPs gekauft hat, aber sie sind restlos weg.
The Crow - Combat Folk Songs (Tracks: On A Sunny Day
In May / Past Times / I Saw Her Walking Down The Street With Tears In Her Eyes
/ Girl & Ship / I'm Coming Home / Bad Luck In My Family / The Violin / Land
Of Milk & Honey / Hopefully The Break Of Day / Train To Moscow / Song To
Robert Johnson (nur CD)) (Twang! LP/CD, TLP/CD 5894, LP 02/92, CD 08/92, LP
ca. 500, CD ca. 500)
Sänger/Songschreiber Rev.
Schulzz wurde hin und wieder mit Bob Dylan verglichen. Auch wenn das vielleicht
etwas kühn ist, seine Songs atmen Americana pur. Texas, Arizona und deren
musikalische Traditionen lassen grüßen. Die Band aus Hanau hat jedoch nicht
lange genug durchgehalten. Das Album ist zeitlos gut.
Die Tanzenden Herzen - Ultra! (Tracks: Auch wenn es
manchmal nicht so scheint / Irgendwie ist nie / Wie nie zuvor / Immer wieder /
Komm einfach mit zu mir / Betrüge mich gut / Einfach auf Papier / Wir müssen
sie stoppen / Sag mir / Zeit ist so kostbar) (Twang! CD,
TCD 5895, 04/92, ca. 1000)
Klaus Mertens ist großer
Paul Weller Fan. Mit den Tanzenden Herzen, seinem nennen wir es mal ruhig Power
Pop Trio, versuchte er ein paar Jahre und zwei Longplayer lang, seinem Vorbild
nachzueifern. In deutscher Sprache. Dies hier ist das zweite und letzte Album.
Die Songs sind OK, die Produktion ist sehr professionell, die Musik hat
mitunter sogar was Mitreißendes. Trotzdem hat's nicht geklappt. Und
dabei gibt es massenhaft schlechtere
Bands in Deutschland.
The Hawks - Down On My Knees (Seite 1: Down
On My Knees / I'm Gonna Take Her / Earl Of Bloody Knives / American Hero /
Might Be New? - Seite 2: Ready To Gallopp / Remoteness / I Can't Stand It
Anymore / Trip To India / Time Goes By (Twang! LP/CD, TLP/CD 5897, 04/92,
LP ca. 500, CD ca. 1000)
Neben den What...For! die
aufregendste deutsche Neo-Sixties Band. Live waren sie sowieso unschlagbar! Und
vergleichen mit den an Pretty Things und frühen Who orientierten What...For!
sollte man die Hawks eigentlich eh nicht. Großartige virtuose junge Musiker,
deren Sound den Doors ebenso wie den frühen Deep Purple, Brian Auger und Eric
Burdon verpflichtet ist. In Frankreich lagen ihnen die Fans zu Füßen. Eine
bessere Band mit Sixties Orientierung hat die deutsche Rockszene bislang nicht
hervorgebracht. Aber stilistische Grenzen gibt es inzwischen ja wohl kaum noch.
Leider haben auch diese Berliner Hoffnungsträger nicht die nötige Ausdauer
gehabt, die man heute im Musikbusiness braucht.
Loose
Trigger - Against The Wind And Tide (Tracks: Loose Trigger
/ To Be Milk And Water / Hurricane / Rainbow Warriors / Suicide / Lonely Only /
Sh- Sh- Shake It Up! / Highkings / Berthas Slugten Slider Band / Statements /
Walk My Way / Homesick (Twang! CD, TCD 5898, 04/92, ca. 1000)
Meine Sorgenkinder. Live
hat die Band immer mächtig Druck gemacht und eine überzeugende Show hingelegt.
So'n bißchen wie Adam & The Ants, nur mehr Rock'n'Roll. Aber das Album
entspricht dem leider nicht so ganz. An den Songs liegt's nicht. Die haben sich
bewährt in zahlreichen Gigs. Mangelnde Studio Erfahrung spielte 'ne Rolle. Die
Aufnahmen sind zu glatt. Zum Teil fehlt der Biss. Naja, und dann kam das
übliche Dilemma. Zu wenig Gigs, schleppende Verkäufe, schlechte Stimmung und
Auflösungstendenzen in der
Band.
The Candy Dates - Yep! (Seite 1: Downtown Park /
Six Tambourines / Big Big Kiss / Happy Hills / My Absolute Favourite Girl -
Seite 2: Honey / Marlene / Top Ten Girl / Sophisticated / Brian On The Roof )
(Twang! LP/CD, TLP/CD 5899, 06/92, LP ca. 500, CD ca. 500)
Splash Pop haben sie es
selbst genannt. Irgendwo zwischen dem Jingle Jangle der kalifornischen Three
O'Clock und dem leichtgewichtigen Indie Pop der C86 Generation ist die Musik
der von Göttingen nach Berlin gekommenen Candy Dates anzusiedeln. Zwei der
Kandidaten spielen inzwischen bei Viktoriapark. Einer versucht als Brian Wilson
von Schöneberg einen Neustart. Eine CD mit vielen hervorragenden unveröffentlicht
gebliebenen Aufnahmen gibt es bei Gunnar, dem Drummer, der
heute Musiker-Anwalt ist.
The Kliek - Sandra /bw House Of Stone (Twang! 7", TS 130662, 07/92, ca. 500
mit Twang! Label und 500 mit Grabo Label)
Die holländische Band um Robert
Müter und Marcel Kruup gehörte Anfang der 90er zur Creme der europäischen
Neo-Sixties Szene. Ihr Stil zwischen dem Folkrock der Byrds und dem
anspruchsvollen Beat der Kinks war für eine Weile unübertroffen. Diese Single
hier erschien in Kooperation mit dem Kliek eigenen Grabo Label in Amsterdam.
Eine großartige LP und etliche Singles und Compilation Beiträge der Kliek
erschienen bis zur Auflösung der Band im Jahre 1995. Robert Müter versucht es
inzwischen wieder mit einer Band namens Kek 66.
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